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24.08.2011

12:24 Uhr

Lahmender PC-Markt

Acer erstmals mit roten Zahlen

Das ist ganz bitter: Erstmals in der Unternehmensgeschichte müssen die Taiwanesen einen Verlust ausweisen. Neben der Absatzflaute schlagen beim weltweit zweitgrößten PC-Anbieter auch anlaufende Sanierungskosten zu Buche.

Hat es derzeit schwer am Markt: Computer-Hersteller Acer dapd

Hat es derzeit schwer am Markt: Computer-Hersteller Acer

TaipehDer schleppende Absatz von Computern hat den taiwanischen Computer-Hersteller Acer erstmals in seiner Unternehmensgeschichte in die Verlustzone gedrückt. Für das zweite Quartal wies der weltweit zweitgrößte PC-Anbieter am Mittwoch einen Fehlbetrag von umgerechnet 161 Millionen Euro aus. Im Vorjahr stand noch ein Gewinn von 63 Millionen Euro in den Büchern.

Neben der Absatzflaute belasteten das Unternehmen auch Abschreibungen auf Lagerbestände und Kosten für die anlaufende Sanierung. Für das laufende Jahr ließ der Acer-Verwaltunsratschef J.T. Wang alle Hoffnung fahren. Es sei unmöglich im Gesamtjahr 2011 einen Gewinn zu erwirtschaften, teilte Acer mit.

Nach einem rasanten Aufstieg in die Weltspitze kämpfen die Taiwaner seit diesem Jahr mit schwacher Kundennachfrage und die neue Konkurrenz durch Tablet-PCs wie Apples iPad. Auf die Abschreibungen vor allem im Europa-Geschäft reagiert Acer mit einem Stellenabbau, rund 300 Arbeitsplätze fallen dort weg. Analysten rechnen damit, dass Acer im kommenden Jahr in die schwarzen Zahlen zurückkehren und mittelfristig vom Ausstieg des Weltmarktführers Hewlett-Packard aus dem PC-Geschäft profitieren wird.

Vor allem in Europa habe Acer eine gute Ausgangslage. In Deutschland war das Geschäft der Asiaten zuletzt schwer gebeutelt. Im Gegensatz zum Rivalen HP, der traditionell eher auf Geschäftskunden ausgerichtet ist, brach der Acer-Absatz hier binnen Jahresfrist um fast die Hälfte ein. Macquarie-Analyst Andrew Chang bemängelte, das Unternehmen habe auch im laufenden Quartal keine konkurrenzfähigen Produkte herausgebracht, mit denen es zu Wachstum und Rendite zurückkehren könne.

Die Aktionäre wandten sich mit Grausen ab: Die Acer-Aktie verlor in Taipeh zwischenzeitlich gut 16 Prozent.

Von

rtr

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