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02.10.2013

12:56 Uhr

Laut Insidern

Mächtige Microsoft-Anleger wollen Gates stürzen

Microsoft und Bill Gates sind untrennbar miteinander verbunden. Doch das könnte sich ändern: Mächtige Investoren fordern, dass der Gründer und Verwaltungsratschef sich zurückzieht. Es geht um einen radikalen Neuanfang.

Wie geht es weiter mit Bill Gates? Einige Investoren fordern offenbar, dass sich er sich von der Spitze des Microsoft-Verwaltungsrates zurückzieht. Reuters

Wie geht es weiter mit Bill Gates? Einige Investoren fordern offenbar, dass sich er sich von der Spitze des Microsoft-Verwaltungsrates zurückzieht.

Seattle/New YorkBeim US-Softwareriesen Microsoft gerät auch Firmengründer Bill Gates unter Druck. Nach dem angekündigten Rückzug von Konzernchef Steve Ballmer machen sich Insidern zufolge drei der 20 größten Investoren dafür stark, einen wirklichen Neuanfang zu wagen und auch den Chef des mächtigen Verwaltungsrates abzulösen. Kommen sie mit ihren Forderungen durch, könnte das Unternehmen, das einige Trends verpasst hat, schneller und umfassender umgebaut werden als bislang gedacht.

Es gibt allerdings bislang keine Anzeichen, dass Microsoft auf die Wünsche der Investoren eingeht, die zusammen über fünf Prozent der Aktien halten. Offen ist auch, wie sie genau ihren Forderungen Nachdruck verleihen wollen.

Von anderen Anteilseignern kamen gemischte Signale. „Das ist lange überfällig“, sagte Todd Lowenstein, Portfoliomanager von Highmark Capital Management. Der Konzern habe frischen Wind nötig. Kim Caughey Forrest, Analystin beim Investmenthaus Fort Pitt Capital Group, betonte dagegen, Microsoft brauche den Firmengründer als „Technologie-Visionär“ weiter.

Ein Konzernsprecher wollte sich nicht zu der Situation äußern. Gates ist selbst mit 4,5 Prozent an der 277 Milliarden Dollar teuren Firma beteiligt, die er vor 38 Jahren mitgegründet hat. Er ist damit der größte Einzelinvestor und noch immer einer der einflussreichsten Personen in der Branche.

Vor dem Microsoft-Börsengang 1986 hielt Gates 49 Prozent der Anteile. Nachdem dem Konzern dank der Windows-Programme ein weltweiter Siegeszug gelungen war, zog sich Gates 2000 vom Chefposten zurück und übergab Ballmer die Verantwortung für das operative Geschäft. Gates widmete sich verstärkt karitativen Initiativen. Diese finanziert er mit dem Verkauf von rund 80 Millionen Microsoft-Aktien pro Jahr. Damit dürfte er 2018 ohne Beteiligung dastehen.

Kommentare (7)

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Linuxer

02.10.2013, 08:50 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

nichtdiemama

02.10.2013, 09:04 Uhr

Es ist immer wieder bewundernswert, wie proletenhaft die 1% der PC-Welt auftritt.

iThink

02.10.2013, 10:15 Uhr

Gates Vision jeden Haushalt mit einem PC auszustatten ist längst überholt. Microsoft blickt auf eine wahnsinnige Erfolgsgeschichte zurück, aber wenn das Unternehmen keinen neuen CEO-Supermotor findet, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis das Betriebssystem auf der Strecke bleibt.
Steve Ballmer hat so ziemlich alles verpennt, beste Entscheidung bleibt unterm Strich wohl Skype - ob das Potential allerdings ausgeschöpft wird, ist fraglich.
Mit Ballmer hat Gates versagt einen "guten" Nachfolger zu bestimmen. Ob er es jetzt besser kann!? Ich bezweifel es.

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