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28.07.2011

08:26 Uhr

LED-Hersteller

Schlechte Zahlen für Aixtron

Der starke Euro macht dem Chipanlagenbauer Aixtron zu schaffen. Aber auch Finanzierungsengpässe der Kunden drücken die Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr nimmt man im Auftragseingang aber Tempo auf.

Eine LED-betriebene Ampel. Quelle: dpa

Eine LED-betriebene Ampel.

DüsseldorfDer Chipanlagenbauer Aixtron hat im zweiten Quartal unter dem starken Euro gelitten. Zudem hätten Finanzierungsengpässe einiger Kunden und Projektverzögerungen die Geschäfte belastet, teilte der Aachener Konzern mit. Umsatz und Gewinn sanken daher im zweiten Quartal unter die Vorjahreswerte und lagen unter den Analystenschätzungen. Dennoch bestätigte der Vorstand seine Jahresziele. Der kräftig gestiegene Auftragseingang stimmte ihn zuversichtlich.

Im zweiten Quartal sank der Umsatz um acht Prozent auf 175,6 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) schrumpfte um zehn Prozent auf 54,3 Millionen, der Überschuss gleichermaßen auf 38,2 Millionen Euro. Aixtron erzielt den Angaben zufolge mehr als 90 Prozent seiner Umsätze in US-Dollar. Die Abwertung der US-Währung im Vergleich zum Vorjahr habe die Aixtron-Bilanz belastet. Der Auftragseingang erreichte 222,2 Millionen Euro und summierte sich im Halbjahr auf 432,5 Millionen Euro, ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber sei unverändert China.

„Obwohl das unruhige Fahrwasser, das wir in Q2 vorhergesagt hatten, wahrscheinlich auch in Q3 anhalten wird, sind wir der Meinung, dass es sich hierbei lediglich um Übergangseffekte eines wachsenden Marktes handelt, die sich im weiteren Jahresverlauf beruhigen werden“, sagte Firmenchef Paul Hyland. Daher bekräftigte er seine Jahresprognose: Er strebt Umsatzerlöse von 800 bis 900 (Vorjahr: 784) Millionen Euro an und eine unveränderte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von etwa 35 Prozent. Das wäre im besten Fall rein rechnerisch ein Ebit von 315 (275) Millionen Euro.

Aixtron produziert Maschinen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED), die in der Unterhaltungselektronik und zunehmend auch bei industrieller Beleuchtung zum Einsatz kommen. Sie sind langlebiger als herkömmliche Leuchtmittel und im Verbrauch kostengünstiger. Aixtron gilt mit einem Marktanteil von über 50 Prozent als Weltmarktführer gefolgt vom US-Konzern Veeco Instruments.

Von

rtr

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