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03.02.2015

04:36 Uhr

Lenovo

Motorola-Smartphones bringen das Umsatzplus

Vom klassischen PC-Geschäft will sich Lenovo freischwimmen. Mit Zukäufen steigert der chinesische Konzern tatsächlich seinen Umsatz beachtlich - und steigt auch in der Liga der Smartphone-Anbieter auf.

Motorola-Comeback

Motorolas Smartphone Comeback

Motorola-Comeback: Motorolas Smartphone Comeback

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PekingDer chinesische Computer-Hersteller Lenovo hat dank guter Smartphone-Verkäufe seinen Umsatz gesteigert. Die Erlöse kletterten im dritten Geschäftsquartal binnen Jahresfrist um 31 Prozent auf 14 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Allein mit den mobilen Geräten setzte Lenovo, zu dem in Deutschland der Aldi-Lieferant Medion gehört, 3,4 Milliarden Dollar um. Das entspricht einem Viertel der Gesamteinnahmen und einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr. Zukauf Motorola trug 1,9 Milliarden Dollar dazu bei.

FAQ: Was tun mit alten Handys?

Alle zwei Jahre ein neues Gerät

Smartphones erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit – und weil sie regelmäßig ausgetauscht werden, lagern zahlreiche alte Geräte in den Schubladen. Nach Einschätzung des IT-Branchenverbandes Bitkom liegen mehr als hundert Millionen Alt-Handys ungenutzt in deutschen Haushalten herum. Doch lässt sich mit den ausrangierten Geräten noch etwas anfangen, denn sie enthalten wertvolle Rohstoffe und können sogar noch Geld bringen.

Wie müssen alte Handys entsorgt werden?

Alt-Handys dürfen nicht einfach in den Hausmüll geworfen werden. Wie andere Elektrogeräte müssen sie professionell entsorgt werden – etwa über kommunale Recyclinghöfe. Nach Angaben von Bitkom nehmen alle Mobilfunkanbieter ihre Geräte kostenlos zurück, per Post oder direkt im Geschäft. Viele Unternehmen spenden dafür etwas Geld an Hilfsorganisationen oder Umweltschutz-Initiativen.

Welche Alternativen gibt es?

Handybesitzer können ältere, aber noch intakte Geräte auch verschenken, verkaufen oder als Zweithandy selbst behalten, für den Fall, dass das neue Smartphone kaputt geht. Verschiedene Initiativen sammeln zudem alte Mobiltelefone, um entweder die Rohstoffe wiederzuverwerten oder die Telefone in Entwicklungsländer zu verschicken.

Wo lassen sich Geräte verkaufen?

Eine Möglichkeit ist der Verkauf übers Internet, zum Beispiel über Ebay. Für gebrauchte Smartphones werden je nach Modell und Zustand noch mehrere hundert Euro gezahlt. Auch gibt es spezielle Firmen, die gebrauchte Handys und Elektrogeräte aufkaufen, diese optisch und technisch aufbereiten und dann weiterverkaufen. Solche Anbieter sind etwa Wirkaufens, Zonzoo, Momox oder Rebuy. Einige Mobilfunkanbieter nehmen Altgeräte beim Kauf neuer Mobiltelefone in Zahlung.

Was ist immer zu beachten?

Egal ob Verkauf, Weiter- oder Rückgabe: Alle privaten Daten auf dem Handy wie das Adressbuch, Nutzerprofile von sozialen Netzwerken, Nachrichten, Online-Banking-Zugänge sowie Fotos und Videos sollten zuvor sorgfältig gelöscht werden. Handys bieten dafür eine Funktion, die sich sinngemäß „Daten löschen und Werkseinstellungen wiederherstellen“ nennt. Wichtig ist zudem, externe Speicherkarten aus dem Handy zu entfernen oder mit einem speziellen Softwareprogramm zu löschen.

Die Expansionsstrategie lastet allerdings auf dem Gewinn des weltgrößten PC-Konzerns. Der ging wegen Kosten für zwei milliardenschwere Zukäufe um 4,5 Prozent auf 253 Millionen Dollar zurück.

Um sich vom klassischen PC-Geschäft unabhängiger zu machen, hat Lenovo von Google den US-Handy-Hersteller Motorola und von IBM die Server-Sparte erworben. Motorola habe im abgelaufenen Quartal mit über zehn Millionen Stück so viel verkauft wie noch nie zuvor, teilte Lenovo mit. Die Übernahme wurde Ende Oktober abgeschlossen.

Lenovo ist mit Motorola der drittgrößte Smartphone-Anbieter nach Samsung und Apple. Die international bekannte Marke hilft den neuen Besitzern, die Abhängigkeit von heftig umkämpften chinesischen Heimatmarkt zu verringern. Rund 60 Prozent der Smartphones würden nun außerhalb Chinas verkauft, hieß es.

Allerdings gab es im mobilen Geschäft im vergangenen Quartal einen Vorsteuerverlust von 89 Millionen Dollar. Das PC-Geschäft fuhr dagegen seinen bisher höchsten Vorsteuergewinn mit 494 Millionen Dollar ein. Es macht jetzt knapp zwei Drittel der Lenovo-Umsätze aus. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 81 Prozent.

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