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06.11.2014

07:45 Uhr

Lenovo

Smartphone-Strategie zahlt sich aus

Mit PCs ist Lenovo groß geworden – mit Smartphones will der chinesische Konzern in Zukunft wachsen. Im vergangenen Quartal machte sich diese Strategie bezahlt. Die Übernahme von Motorola soll außerhalb von China helfen.

Die Smartphones von Lenovo: Der chinesische Konzern hat im vergangenen Quartal durch den Verkauf von Handys profitiert. Reuters

Die Smartphones von Lenovo: Der chinesische Konzern hat im vergangenen Quartal durch den Verkauf von Handys profitiert.

HongkongDer Fokus auf den Smartphone-Markt zahlt sich für den weltgrößten PC-Hersteller Lenovo aus. Der Gewinn des chinesischen Konzerns stieg im vergangenen Quartal um 19 Prozent auf 262 Millionen Dollar. Damit übertraf Lenovo die Markterwartungen.

Der Umsatz in dem Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal legte um sieben Prozent auf knapp 10,5 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Smartphone-Markt im Wandel

Samsung weniger dominant

Samsung ist der mit Abstand größte Hersteller von Smartphones, doch die Dominanz bröckelt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der südkoreanische Konzern 78,1 Millionen Smartphones und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor, als er 85 Millionen Geräte absetzte. Der Marktanteil sank von 32,5 auf 23,8 Prozent, wie der Marktforscher IDC ermittelt hat. Wegen niedrigerer Verkaufspreise sinkt auch der Profit.

Apple setzt auf Premium

Apple hält seinen Marktanteil mit 12 Prozent weitgehend stabil. Der Absatz stieg deutlich auf 39,3 Millionen Geräte, wozu die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus einen deutlichen Beitrag leisteten. Weil der Konzern Premiumpreise verlangt, arbeitet er mit Margen, um die ihn die Konkurrenten beneidenk.

Xiaomi holt rasant auf

Im Westen ist Xiaomi kaum bekannt, doch in China ist der Smartphone-Hersteller äußerst populär. Dank dreistelliger Wachstumsraten ist das Unternehmen nun mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent drittgrößer Hersteller. Im dritten Quartal verkaufte er 17,3 Millionen Handys, wozu vor allem das Highend-Gerät Mi4 beitrug. Die spannende Frage: Kann Xiaomi auch im Westen Fuß fassen?

Lenovo wächst mit Motorola

Lenovo hat sich als PC-Hersteller einen Namen gemacht, drängt aber auch in den wachsenden Smartphone-Markt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der Konzern 16,9 Millionen Geräte, vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Der Marktanteil betrug 5,2 Prozent. Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern weiter wachsen.

LG legt deutlich zu

Der koreanische Hersteller LG verkauft viele günstige Geräte, ist mit dem G3 aber auch im Premiumsegment vertreten. Im dritten Quartal verkaufte er laut IDC 16,8 Millionen Geräte und sicherte sich damit 5,1 Prozent des Smartphone-Marktes. Das Resultat: LG konnte zuletzt auch den Gewinn deutlich steigern.

Große Namen, kleiner Marktanteil

Jenseits der Top 5 finden sich viele bekannte Namen: Sony und Blackberry etwa, aber auch Microsoft als Käufer der Nokia-Gerätesparte. Auch der chinesische Hersteller Huawei zählt dazu. 48,6 Prozent des Marktes fallen in diese Sammelkategorie, die IDC nicht weiter aufschlüsselt.

Lenovo arbeitet daran, seinen Smartphone-Absatz außerhalb Chinas auszubauen und schloss vor wenigen Tagen die Übernahme des US-Herstellers Motorola ab. Dessen Geräte sollen in Märkten wie Nordamerika und Westeuropa verkauft werden.

Von

dpa

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