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07.04.2016

15:25 Uhr

Lexmark vor Verkauf

Xerox-Rivale weckt Interesse in China

In Zeiten von Smartphone und Tablets kämpfen viele Drucker-Hersteller mit dramatischen Umsatzrückgängen. Schon länger sucht der US-Konzern Lexmark daher nach einem Käufer – und wurde nun offenbar in China fündig.

Auf ein früheres Verkaufsangebot erhielt Lexmark keine zufriedenstellenden Angebote. Imago

Zweiter Anlauf

Auf ein früheres Verkaufsangebot erhielt Lexmark keine zufriedenstellenden Angebote.

Hongkong/New YorkDas chinesische Technologie-Unternehmen Apex ist Insidern zufolge im Gespräch zum Kauf des US-Druckerherstellers Lexmark. Es gebe aber noch Hürden zu überwinden, sagten mit dem Vorhaben vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters. So wolle Lexmark, an der Börse mit zwei Milliarden Dollar bewertet, von Apex zunächst belastbare Zusicherungen, dass das Unternehmen die Übernahme finanziell auch tatsächlich stemmen könne. Apex arbeite dazu bereits mit einer US-Investmentbank und mehreren chinesischen Geldhäusern zusammen. Gleichwohl könne das Vorhaben noch scheitern.

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Lexmark hatte sich schon einmal zum Verkauf gestellt, aber keine zufriedenstellenden Angebote erhalten. Auch eine separate Veräußerung der Sparten Hardware und Software kam nicht zustande. Wie andere Druckerhersteller leidet Lexmark darunter, dass sich Firmen aus Kostengründen mit Investitionen zurückhalten und Kunden immer mehr Aufgaben über Smartphones und Tablets abwickeln. So war der Umsatz 2015 um knapp fünf Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar gesunken. Vor einigen Wochen hatte Lexmark daher angekündigt, rund 550 seiner 14.000 Stellen zu streichen.

Der Konzern wollte sich zu den aktuellen Informationen nicht äußern, Apex antwortete auf entsprechende Anfragen nicht.

Der größere US-Rivale Xerox mit 130.000 Mitarbeitern hatte im Januar angesichts einer anhaltenden Schwäche seine Aufspaltung angekündigt, nachdem der Investor Carl Icahn dort eingestiegen war und strategische Veränderungen forderte. Bei Xerox war der Umsatz 2015 um knapp acht Prozent auf rund 18 Milliarden Dollar zurückgegangen.

Von

rtr

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