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16.11.2015

22:26 Uhr

Liberty Global plant Zukauf

US-Kabelriese will mit CWC nach Lateinamerika

Liberty Global ist einer der größten Breitbandanbieter der Welt. Der US-Konzern hat in diesem Jahr bereits mit Vodafone verhandelt. Nun will er die ebenfalls britische CWC übernehmen – und dafür Milliarden hinblättern.

Videokabel in einem Ausspielzentrum: Der US-Kabelriese Liberty Global ist auf Einkaufstour in Europa. Reuters

Kabelanschluss

Videokabel in einem Ausspielzentrum: Der US-Kabelriese Liberty Global ist auf Einkaufstour in Europa.

DenverDer Medienkonzern des US-Milliardärs John Malone, Liberty Global, will durch einen milliardenschweren Zukauf den lateinamerikanischen Markt erobern. Der Kabelriese bietet umgerechnet 5,1 Milliarden Euro (3,6 Milliarden Pfund) für den britischen Rivalen Cable & Wireless Communications (CWC), wie die Unternehmen am Montag mitteilten.

Das vorläufige Angebot, das vom C&W-Verwaltungsrat empfohlen werde, betrage 86,82 Pence je Aktie und entspreche einem Aufschlag von 18 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs am Montag, erklärten beide Unternehmen.

Die Übernahme soll Liberty, das in den letzten zehn Jahren bereits mehr als 50 Milliarden Dollar für Übernahmen von Kabelfirmen in Europa in die Hand genommen hat, bei der Expansion in den lateinamerikanischen Markt helfen. Cable & Wireless machte im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte seines Umsatzes in Höhe von 1,75 Milliarden Dollar in Panama und der Karibik.

Kabelbetreiber: Vodafone-Deal mit Liberty Global ist geplatzt

Kabelbetreiber

Vodafone-Deal mit Liberty Global ist geplatzt

Die Gespräche zwischen Vodafone und dem US-Kabelnetzbetreiber Liberty Global über einen Tausch von Geschäftsteilen sind geplatzt. In den Verhandlungen ging es auch um den in Deutschland tätigen Betreiber Unitymedia.

Malones Konzern hält über den im letzten Jahr gekauften Kabel-TV- und Internetanbieter Columbus International bereits eine Beteiligung an CWC und will das Unternehmen nun komplett schlucken.

Ende September hatten Liberty und der britische Telekomkonzern Vodafone Gespräche über den Tausch von Geschäftsteilen abgebrochen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ging es dabei auch um die Tochter Unitymedia, die Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg betreibt.

Die Gespräche platzten demnach aber, weil sich die Unternehmen nicht auf einen Preis für die Gesellschaften einigen konnten. Eine Wiederaufnahme dieser Verhandlungen dürfte durch die nun angekündigte CWC-Übernahme unwahrscheinlicher werden.

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