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04.08.2013

09:54 Uhr

LTE-Technologie

Vodafone knackt Temporekord im mobilen Internet

VonChristof Kerkmann

ExklusivIn nur zwei Minuten einen Kinofilm in HD-Auflösung herunterladen: Vodafone macht den Datenturbo LTE noch ein bisschen schneller. Doch nicht jeder Kunde wird die Technologie nutzen können.

Vodafone beschleunigt den Datenturbo LTE auf eine Geschwindigkeit von bis zu 150 Megabit pro Sekunde. dpa

Vodafone beschleunigt den Datenturbo LTE auf eine Geschwindigkeit von bis zu 150 Megabit pro Sekunde.

DüsseldorfMit einem Ausbau des Mobilfunkstandards LTE rüstet sich Vodafone für den wachsenden Konkurrenzkampf in Deutschland: Als erster Netzbetreiber ermöglicht das Unternehmen im mobilen Internet Geschwindigkeiten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde. Das Angebot ist zunächst auf einige viel besuchte Orte in Düsseldorf, München, Dresden und Dortmund beschränkt, bald sollen weitere Großstädte versorgt werden.

LTE ist der Nachfolger des Mobilfunkstandards UMTS. In der aktuellen Ausbaustufe, „Category 3“ genannt, sind theoretisch Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Vodafone führt nun eine Weiterentwicklung ein, offiziell als „Category 4“ oder „Cat4“ bezeichnet, die bis zu 150 Mbit/s erlaubt. Das ist allerdings ein theoretischer Wert, da sich in der Regel mehrere Nutzer die Bandbreite teilen. Bei vollem Tempo lässt sich ein Kinofilm in hochauflösender Qualität binnen zwei Minuten herunterladen. Zum Vergleich: Mit einem DSL-Anschluss dauert das mindestens 17 Minuten, mit einem Glasfaseranschluss gut fünf Minuten.

Nicht alle Vodafone-Kunden werden allerdings die Cat4-Technologie nutzen können. Denn zum einen will sich der Mobilfunker bei der Einführung an der Nachfrage orientieren. „Wir gucken, wie die neue Technologie am Markt aufgenommen wird“, sagte Arash Ashouriha, bei Vodafone Deutschland für die Netzwerke zuständig. „Wir wollen nicht erst viele Milliarden in den Netzausbau stecken und gucken, wer es nutzt, wie es alle bei UMTS gemacht haben.“ Vor allem die Großstädte will Vodafone versorgen.

Zum anderen gibt es bisher kaum Geräte, die das Höchsttempo ausnutzen können. Vodafone vermarktet das Ascend P2 von Huawei, das der chinesische Hersteller als „schnellstes Smartphone der Welt“ bewirbt. Außerdem sind Surfsticks sowie mobile WLAN-Hotspots im Angebot, mit denen man PCs, Tablets und Smartphones ans Netz anschließen kann. Die Nutzung der Cat4-Technologie ist in Tarifen enthalten, die mindestens 40 Euro im Monat kosten.

Trotzdem bedeutet der Ausbau einen weiteren Schritt zum Hochgeschwindigkeits-Internet, da Vodafone zur Bewältigung der Datenmengen das Netz ausgebaut hat. Davon profitieren alle LTE-Nutzer.

Kommentare (10)

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NoVodafone

04.08.2013, 11:07 Uhr

LTE ("4G") was von den hiesigen Anbietern als neueste Technik teuer vermakrtet wird, ist schon seit längerem nicht die neueste Technik. Die Skandinavier haben es wieder einmal vorgemacht: Sie haben gleich den LTE Standard 4.5G ausgerollt und erreichen damit Raten von 1GB im Download. Das ist gutes Management, liebe Vodafone & Co: Gleich beim ersten mal die Dinge richtig machen!

Wanze

04.08.2013, 11:17 Uhr


Zitat : : Als erster Netzbetreiber ermöglicht das Unternehmen im mobilen Internet Geschwindigkeiten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde.

Vodafone benötigt auch einen schnelleren Datenverkehr, um alles auch recht schnell zu den Servern nach England und dann weiter nach USA zu schaufeln !

Wie blöd muss man heute noch sein, um Kunde von einem Überwachungsprovider zu sein ? Um sich zum Nulltarif in Höchstgeschwindigkeit überwachen zu lassen ?

Es ist höchste Zeit, sich den VODAFONE-Schnüffler vom Hals zu schaffen und dem zu kündigen !

Ein Britischer SCHNÜFFLER hat auf deutschem Boden nichts zu suchen !

Jens

04.08.2013, 11:50 Uhr

Nach über 10 Jahren habe ich meinen Mobilfunkvertrag bei Vodafone gekündigt. Einfach nur noch dreist der Laden! Spione mit Abzockermanier und mittlerweile so schlechtem Netz, dass wollte ich mir und meiner Familie nicht mehr an tun. Mit Ihren Mitarbeitern in Deutschland scheinen sie auch sehr schlecht um zu gehen.

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