Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.09.2013

12:42 Uhr

Mängel

Amazons E-Book-Portal gerügt

Stiftung Warentest hat zehn Portale zum Büchereinkauf verglichen. Die meiste Auswahl und den meisten Komfort bietet dabei Marktführer Amazon. Doch ganz andere Mängel bringen die E-Book-Sparte um den ersten Platz.

Auf dem ersten Platz des Tests von E-Book-Portalen landeten zwei deutsche Anbieter – noch vor Amazon. ap

Auf dem ersten Platz des Tests von E-Book-Portalen landeten zwei deutsche Anbieter – noch vor Amazon.

BerlinBei einem Vergleich von Portalen zum Einkauf elektronischer Bücher hat Marktführer Amazon zwar gute Noten von Stiftung Warentest für sein Sortiment und den meisten Nutzungskomfort eingeheimst. Sehr deutliche Mängel bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) kosteten Amazon jedoch den ersten Platz, wie die Zeitschrift „test“ am Donnerstag aus ihrer Oktober-Ausgabe berichtete. Auf dem ersten Platz landeten zwei deutsche Anbieter: Buecher.de und eBook.de.

Stiftung Warentest nahm zehn E-Book-Portale unter die Lupe. Das Einkaufen von Büchern funktionierte demnach bei allen, Preisunterschiede zwischen den Portalen gibt es nicht. Die elektronischen Bücher kosten meistens zehn bis zwanzig Prozent weniger als die gedruckten Ausgaben.

Unterschiede gab es hingegen beim Umfang des Sortiments, beim Komfort bei Kauf und Nutzung sowie beim Datenschutz. Richtig überzeugen konnte den Testern zufolge hier kein Anbieter. Sechs Mal vergaben sie die Note „befriedigend“, drei Mal „ausreichend“ und einmal sogar „mangelhaft“.

Das breiteste Sortiment haben laut „test“ Apple und Amazon, am schmalsten ist es dem Test zufolge bei Google und dem kanadisch-japanischen Buchhändler Kobo. Beim Portal der Telekom, PagePlace, ist zwar das Angebot an aktueller Belletristik klein, dafür bietet es laut „test“ die meisten Zeitungen und Zeitschriften.

Einschränkungen bei der Nutzung gibt es bei den E-Book-Portalen Amazon und Apple, weil die E-Books nur mit den jeweils eigenen Geräten und Apps gelesen werden können. Bei allen anderen Portalen können die Nutzer leichter zwischen Anbietern wechseln oder Bücher von verschiedenen Portalen auf einem Lesegerät kombiniert werden.

eBook.de sei beim Umgang mit Nutzerdaten vorbildlich, erklärten die Tester. Die Lese-Apps sendeten keine unnötigen Daten und bei den AGB gebe es keine Mängel. Generell gäben die Portale beim Thema Datenschutz ein trauriges Bild ab. Keiner schließe in der Datenschutzerklärung aus, die Nutzerdaten für Werbung oder andere Zwecke zu verwenden oder weiterzugeben. Eine Analyse der Apps habe ergeben, dass etliche Programme eindeutige Daten über den Nutzer, sein Nutzungsverhalten und sein Gerät an den Anbieter senden.

Bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen leisten sich den Testern zufolge neben Amazon auch Apple, Kobo und Sony deutliche oder sehr deutliche Mängel. Portale mit Sitz in Deutschland zeigen laut „test“ höchstens geringe Mängel bei den AGB.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

jkh

26.09.2013, 13:07 Uhr

man muss schin ein enorm helles köpfchen sein wenn man bei apple und amazon ebooks kauft.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×