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24.01.2007

08:38 Uhr

Magere Bilanz

AMD verliert hunderte Millionen Dollar

Der weltweit zweitgrößte Prozessorenhersteller AMD meldet für das vierte Quartal 2006 enttäuschende Ergebnisse trotz eines Rekordabsatzes. Der Kauf des Grafikkarten-Produzenten ATI belastete genauso wie der Preiskrieg mit Branchenprimus Intel.

je/HB SAN FRANCISCO. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr von 1,35 auf 1,77 Mrd. Dollar, enthielt allerdings ATI-Erlöse von knapp 400 Mill. Dollar, wie AMD am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Nettoverlust von 574 Mill. Dollar – gegenüber einem Gewinn von 96 Mill. Dollar im Vorjahr – war ebenfalls zu großen Teilen dem Kauf von ATI geschuldet. Die insgesamt 5,4 Mrd. Dollar teure Übernahme schlug mit 550 Mill. Dollar zu Buche.

Rechnet man ATI aus dem Ergebnis heraus, so verlor AMD je Aktie 4 Cent. Analysten hatten hingegen mit einem Gewinn je Anteilschein von 8 Cent gerechnet. Doch auch der Preiskrieg mit Intel hinterließ tiefe Spuren. So sackte die Rohgewinnmarge von AMD gegenüber dem Vorjahresquartal von 57 auf 36 Prozent. Intel hatte wegen stetig sinkender Prozessorenpreise bereits vor ein paar Tagen eine schwache Bilanz präsentiert.

Für das Gesamtjahr 2006 meldet AMD eine Umsatzsteigerung von 3,9 auf 5,25 Mrd. Dollar. Gegenüber einem Betriebsgewinn von 543 Mill. Dollar im Vorjahr schloss AMD 2006 mit einem Verlust von 47 Mill. Dollar ab.

AMD-Chef Hector Ruiz sagte, er rechne damit, dass der Preiskampf sich im gesamten laufenden Jahr 2007 als große Herausforderung erweisen werde. Im ersten Quartal werde der Umsatz voraussichtlich im Bereich von 1,6 bis 1,7 Mrd. Dollar liegen, teilte das Unternehmen mit. Analysten erwarteten bislang 1,8 Mrd. Dollar.

Die Aktie verbilligte sich im nachbörslichen Handel mehr als 5 Prozent.

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