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18.01.2011

21:20 Uhr

Manager muss gehen

Bertelsmann macht Druck auf Arvato

VonHans-Peter Siebenhaar

Einer der Wachstumsmotoren bei Bertelsmann, das Logistik- und Servicegeschäft, stottert. Deshalb muss ein hochrangiger Logistikmanager mit sofortiger Wirkung gehen. Intern war das keine Überraschung.

Eckard Südmersen: Der 52-Jährige übernahm vor dreieinhalb Jahren die Verantwortung für Arvato Services.

Eckard Südmersen: Der 52-Jährige übernahm vor dreieinhalb Jahren die Verantwortung für Arvato Services.

FRANKFURT. "Ich habe grundsätzlich eine andere Auffassung über die Strategie von Arvato", sagte Südmersen am Dienstag dem Handelsblatt. Südmersen habe die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, hieß es in Gütersloh.

Der Abschied von Südmersen ist intern keine Überraschung. Bereits seit Wochen kursierten in Gütersloh Gerüchte, dass der Arvato-Vorstand das Handtuch werfe. Seine Kritiker bemängelten die fehlende Offensivstrategie im Servicebereich.

Der 52-Jährige übernahm vor dreieinhalb Jahren die Verantwortung für Arvato Services. Dort war er für Kundenbindung, Logistik, Finanz- und Datenmanagement in Deutschland, Benelux und Osteuropa verantwortlich. Südmersen war nach Angaben von Arvato-Insidern für einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro verantwortlich, den rund 20 000 Mitarbeiter erwirtschafteten.

Der frühere Vorstand des Handelskonzerns Kaufland, eine Tochter der Schwab-Unternehmensgruppe (Lidl), konnte die hohen Erwartungen von Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski und Arvato-Chef Rolf Buch nicht erfüllen. Südmersen war mit großen Erwartungen zu Bertelsmann zurückgekehrt. Er sollte Arvato Services zu einer der Perlen im weit verzweigten Reich von Bertelsmann machen. Auf die Verwerfungen, ausgelöst durch die Wirtschafts- und Finanzkrise in den vergangenen beiden Jahren, fand er nach Meinung von Unternehmensinsidern keine strategische Antwort.

Südmersen weist hingegen darauf hin, dass der Servicebereich trotzdem leicht gewachsen sei. Arvato sei ein Spätzykliker. Deshalb würden sich die positiven Effekte erst in diesem Jahr bemerkbar machen. Im vergangenen Jahr hat Arvato Services beispielsweise die Telefonica-Tochter 02 als Kunde gewonnen.

Kommentare (1)

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Daniel Plugge

20.01.2011, 18:26 Uhr

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