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13.11.2013

15:22 Uhr

Marktforscher

Smartphone-Durchschnittspreis sinkt

Branchenexperten hatten 2013 bereits zum Jahr der günstigen Smartphones erklärt. Tatsächlich sinkt der Durchschnittspreis, wie Marktforscher ermittelten. Zugleich kann aber Apple seine iPhones weiter teuer verkaufen.

Apple hebt sich vom Rest des Marktes ab: Die iPhones sind die mit Abstand teuersten Geräte. dpa

Apple hebt sich vom Rest des Marktes ab: Die iPhones sind die mit Abstand teuersten Geräte.

FraminghamDas Interesse der Kunden für günstigere Smartphones drückt die Preise in dem bisher hoch lukrativen Geschäft. Im dritten Quartal sank der durchschnittliche Gerätepreis nach Schätzung der Marktforschungsfirma IDC um 12,5 Prozent auf 317 Dollar.

Dabei hebt sich Apple vom Rest des Marktes ab. Die iPhones sind mit einem Durchschnittspreis von 635 Dollar die mit Abstand teuersten Geräte auf dem Markt, wie IDC am späten Dienstagabend berichtete. Vor einem Jahr hätten die Käufer allerdings im Schnitt noch 675 Dollar pro iPhone bezahlt. Beim dominierenden Smartphone-Betriebssystem Android sank der durchschnittliche Gerätepreis binnen eines Jahres von 313 auf 268 Dollar.

Die Google-Plattform Android konnte ihre Spitzenposition mit einem Marktanteil von zuletzt 81 Prozent nochmals etwas ausbauen. Ein Jahr zuvor lag Android noch bei 75 Prozent. Der iPhone-Marktanteil sank im dritten Quartal auf 12,9 Prozent - allerdings waren die beiden neuen Modelle erst Ende September gestartet.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Windows Phone von Microsoft schaffte im Jahresvergleich einen deutlichen Sprung von 2,0 auf 3,6 Prozent Marktanteil. Unter anderem hatte der wichtigste Microsoft-Partner Nokia günstigere Modelle herausgebracht. Für den kanadischen Smartphone-Pionier Blackberry sah es im dritten Quartal hingegen düster aus: Der Marktanteil schrumpfte auf 1,7 Prozent von 4,1 Prozent ein Jahr zuvor. Das Unternehmen wollte in diesem Jahr mit einem neuen Betriebssystem und frischen Geräten die Wende schaffen, sie verkauften sich jedoch bisher schlecht.

Von

dpa

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