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22.05.2015

18:57 Uhr

Marktführer OTE

Griechische Telekom-Tochter will 700 Stellen abbauen

Nach eigenen Angaben um wettbewerbsfähiger zu werden, will die griechische Telekom-Tochter OTE 700 Stellen abbauen. Entlassen werden sollen vor allem Mitarbeiter kurz vor der Rente. OTE beschäftigt rund 6900 Menschen.

Die griechische Telekom-Tochter OTE will 700 Stellen streichen. dpa

Marktführer will wettbewerbsfähiger werden

Die griechische Telekom-Tochter OTE will 700 Stellen streichen.

AthenDer griechische Telekom-Marktführer OTE will die Zahl seiner Mitarbeiter deutlich reduzieren. Rund 700 Beschäftigte sollten das Unternehmen per Abfindung verlassen, teilte der von der Deutschen Telekom geführte Konzern am Freitag mit. Per Ende 2014 beschäftigte OTE der Firmen-Webseite zufolge rund 6900 Menschen.

Das Angebot zum freiwilligen Ausscheiden solle vor allem solchen Mitarbeitern gemacht werden, die kurz vor der Rente stünden, erklärte OTE. Das Vorhaben werde 85 Millionen Euro kosten. Durch den Stellenabbau wolle man die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Die Deutsche Telekom ist mit 40 und der griechische Staat mit 10 Prozent an OTE beteiligt.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Im ersten Quartal war der Gewinn von OTE um 40 Prozent auf rund 40 Millionen Euro gesunken. Der Umsatz fiel um knapp drei Prozent auf etwa 940 Millionen Euro. Der Konzern, der auch in Rumänien und Albanien aktiv ist, leidet unter der Rezession in Griechenland.

Von

rtr

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