Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.12.2015

14:59 Uhr

Massive Telekom-Störung

Serverausfall legt Festnetz-Dienste lahm

Kein Festnetz, kein Internet, kein TV-Angebot: Ein Serverausfall hat das Netz der Deutschen Telekom am Freitag schwer getroffen. Das Unternehmen will die Störung bald behoben haben. Hotlines und Website brachen zusammen.

Die Deutsche Telekom hat am Freitag mit massiven Festnetz-Störungen zu kämpfen. dpa

Serverausfall legt Dienste lahm

Die Deutsche Telekom hat am Freitag mit massiven Festnetz-Störungen zu kämpfen.

Bonn/BerlinDie Festnetz-Dienste der Deutschen Telekom sind am Freitag in vielen Regionen Deutschlands stundenlang von massiven Störungen beeinträchtigt worden. Es gab Probleme bei Telefonie, Internet sowie TV-Angeboten. Der Grund war der Ausfall eines Authentifizierungs-Servers, der den Zugang von Kunden zum Internet regelt. Nutzer würden schrittweise auf Ersatz-Systeme umgestellt, die Störung sollte in Kürze behoben sein, sagte ein Sprecher am Freitag.

Die Nutzer-Beschwerden häuften sich dem Online-Dienst allestörungen.de zufolge vor allem in Berlin sowie Hamburg, Stuttgart und München. Aber auch das Ruhrgebiet, Bremen, Dresden, Nürnberg und Mannheim waren demnach betroffen.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Die Telekom entschuldigte sich und bat die Kunden um Geduld. Die Hotlines waren überlastet und auch die Website war wegen des Nutzer-Ansturms zum Teil schwer zu erreichen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×