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12.12.2012

10:08 Uhr

Medienbericht

Apple testet Fernseher-Prototypen

Ein Fernseher von Apple war bisher ein Phantom, das trotz vieler Gerüchte nie auftauchte. Jetzt liefert ein Bericht des für gewöhnlich gut informierten „Wall Street Journal“ Hinweise auf erste Tests.

Wie ein Fernsehgerät von Apple tatsächlich aussehen könnte, ist bislang noch unklar. AFP

Wie ein Fernsehgerät von Apple tatsächlich aussehen könnte, ist bislang noch unklar.

New YorkDer Apple-Fernseher, über den schon lange spekuliert wird, nimmt laut einem Zeitungsbericht Gestalt an. Der US-Konzern teste mit asiatischen Zulieferern mehrere Entwürfe, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch. Der Auftragsfertiger Foxconn, der für Apple die iPhones und iPads baut, arbeite dafür mit dem japanischen Elektronik-Konzern Sharp zusammen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

„Es ist noch kein offizielles Projekt. Es befindet sich in einer frühen Testphase“, wurde eine der Quellen zitiert. Mehr noch: Apple habe schon seit einigen Jahren Prototypen mit Zulieferer getestet, hieß es.

Gerüchte, dass Apple mit einem eigenen Fernsehgerät in die Wohnzimmer will, gibt es schon lange. Der „Wall Street Journal“-Bericht ist der bisher stärkste Hinweis darauf, dass die Spekulationen stimmen könnten. Als größtes Hindernis gelten Rechte-Verhandlungen mit der Fernsehbranche, die um ihre heutigen Geschäftsmodelle fürchtet.

Die größten Handyhersteller

Markt im Wandel

Der Handy-Markt ist im Umbruch: Smartphones verdrängen einfache Mobiltelefone, Samsung gelingt es am besten, sich auf diesen Trend einzustellen. Dagegen kommt kein anderer an – weder Nokia, die einstige Nummer 1, noch Apple mit seinem iPhone.

Samsung

Samsung ist inzwischen mit deutlichem Abstand die Nummer 1: Der südkoreanische Hersteller verkaufte im dritten Quartal 2012 knapp 98 Millionen Geräte, wie der Marktforscher Gartner berichtet. Das entspricht einem Marktanteil von 22,9 Prozent. Auch im lukrativen Smartphone-Markt ist der Konzern gut aufgestellt, er setzte 55 Millionen Geräte ab.

Nokia

Der einstige Weltmarktführer Nokia lässt Federn. Im dritten Quartal 2012 verkaufte er nur noch 82 Millionen Handys (19,2 Prozent Marktanteil). Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als 105 Millionen Geräte. Darunter waren laut Gartner aber nur 7,2 Millionen Smartphones, die deutlich mehr abwerfen als die Günstig-Handys.

Apple

Apple verkaufte im dritten Quartal 23,6 Millionen Smartphones, ein deutlicher Zuwachs von mehr als 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Handymarkt hält Apple 5,5 Prozent Marktanteil, im lukrativen Smartphone-Markt sogar 13,9 Prozent.

Research in Motion

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion steckt ebenso wie Nokia tief in der Krise. Die Kanadier setzten im dritten Quartal 2012 rund 9 Millionen ihrer E-Mail-Maschinen ab, rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil bei den Handys ist auf 2,1 Prozent geschrumpft, bei den Smartphones sind es immerhin noch 5,3 Prozent.

Sonstige

Der Handymarkt ist schwer umkämpft, Traditionsunternehmen wie Aufsteiger buhlen um die Gunst der Käufer. Der chinesische Hersteller ZTE verkaufte im dritten Quartal 16,7 Millionen Geräte (3,9 Prozent Marktanteil), Huawei 12 Millionen Handys (2,8 Prozent). LG wurde 14 Millionen Geräte los (3,3 Prozent), die Google-Tochter Motorola 8,6 Millionen (2 Prozent), dicht gefolgt von HTC mit 8,4 Millionen.

Der vor gut einem Jahr verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte die Gerüchte selbst befeuert als er seinem Biografen Walter Isaacson erzählte, er habe eine Idee, wie man die Bedienung von Fersengeräten neu gestalten könnte.

Schon 2007 startete Apple die Settop-Box Apple TV, die Inhalte aus der iTunes-Plattform und dem Netz auf den Fernseher bringt. Apple verkauft davon einige Millionen Geräte im Jahr und bezeichnete die Box bisher als „Hobby“. Deshalb fiel es auf als der heutige Apple-Chef Tim Cook in einem Interview mit dem US-Sender NBC Fernsehen zum Bereich von „intensivem Interesse“ erklärte. Heutzutage fühle man sich um 20 bis 30 Jahre in die Vergangenheit versetzt, wenn man den Fernseher einschalte, begründete Cook den Bedarf an Veränderungen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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applemania

12.12.2012, 10:35 Uhr

Apple hat es drauf! Die Palette kann dann noch auf Kühlschränke, Rasierapparate, Luftgebläse (Föne), elektr. Zahnbürsten, Toaster, Mixer, Kaffeemaschinen...etc. ausgebaut werden. Der Markt ist groß und wartet nur darauf...dass auch Apple endlich Geld verbrennt...dann sollen sie lieber spenden!

photomapix

12.12.2012, 12:29 Uhr

nun ja, in diesem Fall geht es eher darum dem TV einen neuen Anstrich zu geben, sprich dieses Uralt Design (hier sei angemerkt, dass gerade in USA die TV Bedienung wie üblich vom Design her zu kurz kommt) durch neue Bedienergonomien zu verbessern. Und in diesem Umfeld ist Apple doch recht gut! Ein Fön, ein Rasierapparat und dergleichen sind da viel zu wenig interessant, als das sich der Konzern aus Cuppertino darum auch noch kümmern würde.

Zu befürchten sthet allerdings, dass gerade da wo das Revolutionspotential am TV am höchsten ist, nämlich bei der Schaffung von offenen Schnittstellen für diverse Angebote, Apple wieder sein ganz eigenes proprietäres Süppchen kochen wird, damit die bislang getätigen Investitionen in den Content (itunes) sich auch weiterhin richtig amortisieren. Mal sehen, was der kreativen Hackerszene so an Jailbreaks einfällt, um dem zumindest für Interessierte einen Kanal zu öffnen.

Nur zu Apple, gebt uns den neuen Fernseher, und bedenkt, dass der nicht ganz so überteuert sein darf, wie der Rest der Hardware, die ihr uns andreht.

Rudolf_Horn

24.01.2013, 00:34 Uhr

Alle großen Fernseher sind schwarze Löcher, die einfach hässlich aussehen, wenn sie ausgeschaltet sind. Organic LED-screens hingegen sind transparent.
Ist es das, worauf APPLE wartet? Joni Ive wäre das zuzutrauen.
Dann natürlich ein volles Betriebssystem mit den bekannten Features von OS X, Siri usw. Nicht nur TV, sondern, wie stets, mit Allem. Bin sehr gespannt!

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