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20.08.2013

12:09 Uhr

Medienbericht

Das Billig-iPhone kommt

Demnächst soll es ein Einsteiger-iPhone geben, berichtet das „Wall Street Journal“. Angeblich hat Apple beim Zulieferer Foxconn zwei iPhone-Versionen bestellt. Das günstigere Modell soll Apples Marktanteile retten.

Bruch mit der Tradition: Gerüchten zufolge soll ein günstigeres iPhone-Modell auf den Markt kommen. Reuters

Bruch mit der Tradition: Gerüchten zufolge soll ein günstigeres iPhone-Modell auf den Markt kommen.

New YorkDer US-Elektronikriese Apple hat bei seinem Zulieferer Foxconn einem Bericht zufolge zwei neue iPhone-Versionen in Auftrag gegeben. Die beiden Smartphones sollten im September geliefert werden, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf informierte Kreise. Es handelt sich demnach um ein Oberklasse-Smartphone und ein Einsteigermodell. Der Branchendienst „All Things Digital“ hatte kürzlich berichtet, Apple werde das neue iPhone am 10. September vorstellen.

Über ein Billig-iPhone mit geringerer Ausstattung spekulieren Experten schon seit längerem. Der Smartphone-Pionier Apple, der bislang immer nur ein aktuelles Modell vertrieb, verliert seit längerem immer mehr Marktanteile. Zulegen konnte vor allem der südkoreanische Konkurrent Samsung, dessen Marktanteil aktuell bei über 30 Prozent liegt; Apple kommt auf nicht einmal die Hälfte. Samsung bietet zwar auch Oberklasse-Telefone an, die mit dem iPhone direkt konkurrieren. Zusätzlich bauen die Südkoreaner aber zahlreiche günstigere Modelle.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Der Preis von Smartphones dürfte in den kommenden Jahren wichtiger werden, da die Märkte in den Schwellenländern zusehends gesättigt sind und die Hersteller daher in den Entwicklungsländern Umsatz machen wollen.

Quartalszahlen

Katerstimmung bei Apple

Quartalszahlen: Katerstimmung bei Apple

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Von

afp

Kommentare (4)

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Otternase

20.08.2013, 13:16 Uhr

Wieso billig? Hat der Redakteur es nötig mit solch reisserisch-wertenden Worten zu hantieren? Der höheren Klick Zahl wegen?

Sind Nokia und Samsung Smartphones 'billig', weil sie nach sechs Monaten bereits 30%, und nach neun Monaten oftmals 50% weniger kosten, als bei der Veröffentlichung? Wer wird 'abgezockt'?

Aber das passt nicht ins Vorurteil-behaftete Bild, und produziert keine Klicks.

Osternuss

20.08.2013, 14:04 Uhr

So schnell kann es gehen, als Marktführer nicht schnell, innovativ und marktnah nachgelegt und schwups sind die Anteile weg.

Freu mich schon auf das billige Iphone - was an dem Wort 'billig' reisserisch ist, kann ich mir nicht erklären... Und nein, die Handys von Samsung sind nicht billig, weil sie im Preis fallen, sondern weil von vornerein billigere Modelle produziert werden... Naja, wer lesen kann ist klar im Vorteil.

"Samsung bietet zwar auch Oberklasse-Telefone an, die mit dem iPhone direkt konkurrieren. Zusätzlich bauen die Südkoreaner aber zahlreiche günstigere Modelle."

hermann.12

20.08.2013, 14:08 Uhr

Ja Nokia und Samsung Smartphones sind "billig", das merkt man spätestens dann, wenn man sie nicht regelmäßig ausstauscht. Die High End Qualität von Apple ist auch nicht immer günstig oder für jeden wirtschaftlich, aber die hohen Entwicklungskosten müssen auch wieder eingespielt werden. Es ist halt immer billiger nur nachzubauen und schlechtere, aber für viele ausreichende, Qualitäten zu produzieren.
Deswegen muss man weder über Apple noch Nokia oder Samsung herziehen, schließlich muss niemand Apple kaufen. (Abgesehen davon, dass vor allem Samsung ein schamloser Raubkopierer ist)

H.

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