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28.03.2013

10:55 Uhr

Medienbericht

Foxconn baut Google-Brille in den USA

Bisher gibt es von der Google-Datenbrille nur Prototypen für Tester. Einem Medienbericht zufolge möchte Google die Brille nun von Foxconn in Kalifornien bauen lassen. Der Auftragsfertiger Foxconn schweigt dazu.

Google Mitgründer Sergey Brin kümmert sich persönlich um das Projekt Google Glass. AP/dpa

Google Mitgründer Sergey Brin kümmert sich persönlich um das Projekt Google Glass.

New YorkGoogle will seine Computer-Brille laut einem Medienbericht vom Auftragsfertiger Foxconn in den USA produzieren lassen. Das Gerät mit dem Namen Google Glass solle in einer Foxconn-Fabrik in Kalifornien hergestellt werden, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Das habe eine mit den Plänen vertraute Person erklärt.

Foxconn ist vor allem als Hersteller von Apple-Geräten wie iPhone und iPad-Tablet bekannt. Die in Taiwan beheimatete Firma hat ihre Werke größtenteils in China. Ein Foxconn-Sprecher wollte sich gegenüber Bloomberg nicht äußern.

Google ist gerade dabei, erste Datenbrillen an Tester zu verteilen. Sie hatten sich im Februar online beworben und zahlen für Google Glass 1500 Dollar plus Steuern. Die Computer-Brille kann sich mit dem Internet verbinden und hat an einer Seite einen kleinen durchsichtigen Bildschirm, auf dem Informationen eingeblendet werden können.

Google Glass

Prestigeprojekt des Gründers

Die Datenbrille ist für den Internet-Konzern ein Prestigeprojekt – Mitgründer Sergey Brin kümmert sich darum persönlich. Seine Vision: Mithilfe des kleinen Bildschirms soll das Internet noch nahtloser in den Alltag integriert werden, etwa indem dort Informationen wie Wegbeschreibungen, E-Mails oder das Wetter eingeblendet werden.

Erste Geräte für Tester

Google Glass war anfangs noch nicht reif für den Massenmarkt, Google versorgte einige Tausend Testnutzer mit Brillen. Sie mussten 1500 Dollar plus Steuern zahlen. Im April will der Konzern das Gerät in den freien Verkauf geben, allerdings nur in den USA und in begrenzter Stückzahl.

Olympus arbeitet an Datenbrille

Auch andere Unternehmen arbeiten an einer Datenbrille, etwa Olympus und Epson. Allerdings richten sich die Konkurrenzmodelle nicht unbedingt an Privatnutzer, sondern eher an Unternehmen, die eines Tages etwa Lagerarbeiter damit ausstatten könnten.

Andere tragbare Computer

Andere Anbieter arbeiten ebenfalls an tragbaren Geräten, die sich mit dem Computer verbinden können. So haben diverse Unternehmen, darunter Samsung, Sony und das Start-up Pebble, Smartwatch-Modelle im Angebot, die Nachrichten auf einem kleinen Monitor am Handgelenk anzeigen und ermöglichen, auf Anrufe zu reagieren.

Google Glass ist ein Projekt, um das sich Mitgründer Sergey Brin persönlich kümmert. Er will damit das Internet noch nahtloser in den Alltag integrieren. So kann man der Brille zum Beispiel per Stimme befehlen, ein Video oder ein Foto aufzunehmen oder Informationen aus dem Internet wie Wetter oder Wegbeschreibungen anzuzeigen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

28.03.2013, 14:09 Uhr

Ich glaube nicht, dass das ein Hit wird. Vor Jahren gab es für verschiedene kommerzielle anwendungen, auch für Behinderte Versuch damit, es stellten sich durch die Konzentration auf den direkt vor dem Auge befindlichen Bildschirm Augenerkrankungen ein und Schwierigkeite bei der Sicht auf entferntere Objekte.
Darüber kam es zum Hans guck in die Luft Phänomen, also einer erhöhten Unfallgefahr, wenn man geht und dieses Nasenfahrrad aufhat.
Da bleibe ich lieber, wie Sergey Brin sagt, ein Glasstreichler.
Im Gegensatz zu Plastiktastaturen ist Glas recht hygienisch und sehr leicht zu reinigen.
Auch der Ansatz von Samsungs Eye Control sieht mir nicht sehr erfolgsversprechend aus.
Um Bedienungsschritte mit dem Auge durchzuführen bedarf es einer sehr guten Kontrolle, die das Auge schnell ermüden läßt und durch die reflexartigen Bewegungen, die ein Auge halt mact, auch Fehleranfällig sein dürfte. Be Gasten und Bewegungssteuerungen sehe ich mehr Zukunft, auch bei Sprachassistenten, wie Siri, der schon beeindruckend gut funktioniert.
Erinnerungen, Termine, das Starten von namentlich bekannten Programmen und auch kurze Emails bei denen ich nicht zwischendurch nicht überlegen muss, mache ich nur noch darüber.
Das funzt Klasse.

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