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10.01.2013

13:19 Uhr

Medienbericht

Frankreich möchte Alcatel retten

Der hochverschuldete Telekomausrüster Alcatel bekommt wohl prominente Hilfe. Der französische Staat will Medienberichten zufolge einsteigen, um den finanziellen Druck zu lindern – und um wichtige Patente zu retten.

Das Firmenlogo des französischen Telekomausrüsters. Frankreich will Kreisen zufolge beim Unternehmen einsteigen. ap

Das Firmenlogo des französischen Telekomausrüsters. Frankreich will Kreisen zufolge beim Unternehmen einsteigen.

ParisDie Pariser Regierung könnte einem Zeitungsbericht zufolge dem hoch verschuldeten Telekomausrüster Alcatel-Lucent zu Hilfe eilen. Um den finanziellen Druck auf Alcatel zu lindern, werde ein Einstieg in das Unterwasserkabel-Geschäft des Unternehmens erwogen, berichtete die französische Wirtschaftszeitung „Agefi“ am Donnerstag unter Berufung Kreise, die mit den Überlegungen vertraut sind.

Frankreichs Staatsfonds gehöre zu einigen Interessenten für den Bereich, deren Verkauf Alcatel 600 bis 700 Millionen Euro einbringen könne. Frankreich fürchtet laut einem früheren Bericht der Zeitung „Les Echos“ den Verlust von Alcatel-Patenten an ausländische Banken.

Das sind die größten Telekommunikationsunternehmen

Platz 10

Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro

Platz 9

Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro

Platz 8

NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro

Platz 7

Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro

Platz 6

NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro

Platz 5

America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro

Platz 4

Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro

Platz 3

Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro

Platz 2

AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro

Platz 1

China Mobile - 177,02 Milliarden Euro

Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg

Verbindlichkeiten des defizitären Konzerns werden teilweise mit dessen fast 30.000 Patenten abgesichert. Im Dezember hatte Alcatel einen 1,6 Milliarden Euro schweren Kredit von Goldman Sachs und Credit Suisse bekommen. Sowohl der französische Staatsfonds als auch Alcatel-Lucent lehnten Stellungnahmen zum jüngsten Zeitungsbericht ab.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Rene

10.01.2013, 13:37 Uhr

Das Staat muß sich viel mehr in Unternehmen einmischen. Dann kann er Lohnuntergrenzen und Obergrenzen für Mieten und Telefongebühren festlegen.
Planwirtschaft hat aktuell in Griechenland und einst in der DDR hervorragend funktioniert.
Menschen verfolgen liebend gern Ideologien und vergessen zu schnell...

Rene

10.01.2013, 13:39 Uhr

Ach ja, auch beim Nürburgring und dem Berliner FLughafen war der Erfolg nur dadurch gekrönt, dass der Staat Anteilseigner ist und in Entscheidungsgremium mit Fachwissen ausgestattete Politiker sitzen.

Investor

10.01.2013, 13:54 Uhr

Besser als das Geld der Steuerzahler in bankkrotte Länder zu investieren bei denen man dann noch als Besatzer angegangen wird. die USA macht es ja auch schon lange so, nur leider bei uns ins deutschland ist die regierung zu so etwas nicht bereits und zahlt lieber dann das Arbeitslosengeld anstatt zu investieren.....:-(

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