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19.02.2013

09:51 Uhr

Medienbericht

Google will eigene Läden eröffnen

Medienberichten zufolge denkt der IT-Gigant Google über eigene „Google-Stores“ nach. Als Vorbild dienen Apple und Microsoft. Von den eigenen Läden verspricht man sich mehr Präsenz und höhere Margen.

Ein Teppich mit dem Logo von Google. US-Medien berichten von Plänen über einen Google-Store. dapd

Ein Teppich mit dem Logo von Google. US-Medien berichten von Plänen über einen Google-Store.

New YorkNach Apple und Microsoft denkt Medienberichten zufolge auch Google über eigene Läden in den USA nach. Die Geschäfte könnten Geräte unter dem Google-Markennamen oder auch Technik des übernommenen Handy-Herstellers Motorola verkaufen, schrieb das „Wall Street Journal“ am Dienstag. Allerdings sei noch offen, wann und wo die Läden öffnen könnten und ob Google die Pläne noch in diesem Jahr umsetzen werde, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Schon am Wochenende hatte zunächst das Blog „9to5Google“ von den Überlegungen berichtet.

Apple hat weltweit mehr als 400 Geschäfte. Sie erzielen erhebliche Umsätze und sind zugleich ein wichtiges Schaufenster für die Geräte.

Googles wichtigste Geschäfte

Vielzahl an Produkten

Google Suche, Gmail, Google Maps, der Online-Speicher Google Drive, das Smartphone-Betriebssystem Android mit dem App-Store Google Play und, und, und: Die Liste der Google-Dienste wird immer länger. Und in seinen geheimen Labs arbeitet der Konzern an einem selbstfahrenden Auto oder Ballons, über die entlegene Gegenden mit Internet-Zugängen versorgen sollen.

Hochprofitable Suche

Wenn es aber um das Geldverdienen geht, ist Google vom Geschäft mit Online-Werbung abhängig. Fast 90 Prozent des Umsatzes stammen aus diesem Segment, ein Großteil aus der Internet-Suche. In der Bilanz wird sonst nur noch ein Segment mit dem wenig aussagekräftigen Titel „Other“ (Anderes) aufgelistet.

Android

Googles Betriebssystem Android dominiert den Smartphone-Markt. Es hilft dem Konzern, seine Dienste fürs mobile Internet zu verbreiten, sorgt mit dem Play Store mit Apps, Filmen und Musik aber auch für wachsende Einnahmen. Experten vermuten, dass diese den Großteil des „sonstigen“ Umsatzes ausmachen.

Google Appsl

Um sich aus der Abhängigkeit aus den Werbeeinnahmen zu befreien, hat Google in den vergangenen Jahren immer wieder Initiativen gestartet, etwa kostenpflichte Anwendungen für Firmen. Das Office-Paket Apps for Business und die E-Mail-Plattform sind Kernbestandteile der Geschäftskundenstrategie. Google Apps generiert Umsatz aus monatlichen Gebühren.

Google+

Soziale Netzwerke sind viele Internet-Nutzer zum ersten Anlaufpunkt im Internet geworden. Facebook ist hier mit Abstand die Nummer 1, Google will dem Marktführer mit Google+ Paroli bieten. Dass der Konzern den riesigen Abstand aufholt, ist allerdings unwahrscheinlich.

Cloud Computing

Ob Gmail, Google Docs oder Google Drive: Google-Dienste laufen nicht auf dem lokalen Rechner, sondern im Rechenzentrum. Der Konzern hat eine große Expertise in Sachen Cloud Computing, die er auch vermarkten will: Firmen können Rechenleistung oder Speicher bei dem Konzern mieten.

Chrome OS

Google will mit Chrome OS ein neuartiges Betriebssystem für Computer etablieren – es setzt voll aufs Internet und ruft Daten und Dienste aus der „Wolke“ ab. Mit dem System will das Unternehmen seine Produkte verbreiten. Bislang ist die Verbreitung von Chrome OS allerdings noch überschaubar.

Microsoft hat bisher rund 30 eigene Geschäfte vor allem in Nordamerika und plant weitere. Die Läden wurden für den Windows-Riesen wichtiger mit dem Start des ersten eigenen Tablets Surface im vergangenen Jahr. Konkurrent Samsung eröffnete im vergangenen Jahr einen großen Store in Frankfurt.

Von

dpa

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