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23.10.2014

16:41 Uhr

Medienbericht

Telekom sucht nach neuen Käufern für US-Geschäft

Mit der Entwicklung von T-Mobile US ist die Telekom zwar zufrieden, das US-Geschäft soll einem Medienbericht zufolge aber immer noch verkauft werden. Spekulationen über mögliche Käufer gibt es bereits.

Die Telekom will ihre Tochter T-Mobile US abstoßen. AFP

Die Telekom will ihre Tochter T-Mobile US abstoßen.

FrankfurtDie Telekom sucht einem Magazinbericht zufolge nach mehreren gescheiterten Versuchen einen neuen Käufer für ihr US-Mobilfunkgeschäft. Der Bonner Konzern suche nun nach Interessenten für die Tochter T-Mobile US, die nicht wie Sprint oder AT&T direkte Konkurrenten seien, berichtete das „manager magazin“ am Donnerstag vorab aus seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf „Unternehmenskenner“.

Infrage komme etwa der mexikanische Konzern America Movil, der in den USA mit seiner Mobilfunkmarke TracFone ohne eigene Netze präsent sei. Der Aufsichtsrat habe Telekom-Chef Timotheus Höttges mehr Zeit für die Ausarbeitung einer neuen Strategie für das US-Geschäft eingeräumt.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

Auch Internetkonzerne wie Google oder der Satelliten-TV-Betreiber Dish kämen als künftige Käufer in Frage, berichtete das Magazin weiter. Der Telekom-Aufsichtsrat halte an einem mittelfristigen Verkauf fest. Ein Konzern-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Er fügte aber hinzu, die Telekom sei mit der Entwicklung von T-Mobile US sehr zufrieden. Es bestehe aktuell kein Druck, den Anteil an dem Unternehmen zu verkaufen. T-Mobile sei ein sehr interessantes Asset mit großem Potenzial. Bei America Movil war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Der Telekom war unlängst zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ein Interessent für ihre US-Tochter abgesprungen. Der französische Telekom-Konzern Iliad hatte seine Pläne, den US-Mobilfunker für 20 Milliarden Dollar zu schlucken, wegen der Gegenwehr aus Bonn wieder in die Schublade gelegt. Der US-Rivale Sprint hatte zuvor seine Kauf-Offerte wegen des zu erwartenden Widerstands der Kartellbehörden zurückgezogen. Auch der Konkurrent AT&T war vor drei Jahren mit seinem Übernahmeversuch gescheitert. Die Wettbewerbshüter in den USA hatten den schon ausgehandelten 39-Milliarden-Dollar-Deal torpediert.

Von

rtr

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