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05.02.2014

07:11 Uhr

Medienberichte

Sony steht kurz vor dem Verkauf seiner PC-Sparte

Der im Umbau befindliche japanische Elektronikkonzern Sony will sein schwächelndes PC-Geschäft loswerden und sich stärker auf Smartphones konzentrieren. Ein Käufer ist laut Medienberichten bereits gefunden.

Auslaufmodelle: Sony will seine PC-Sparte loswerden. Reuters

Auslaufmodelle: Sony will seine PC-Sparte loswerden.

Sony will Medienberichten zufolge seine lahmende PC-Sparte loswerden und sich stärker auf Smartphones konzentrieren. Der japanische Elektronikriese verhandele derzeit mit dem Investmentfonds Japan Industrial Partners über einen Verkauf des Geschäftszweigs mit der Marke Vaio, berichtete am Dienstag die japanische Tageszeitung „Nikkei“. Der Preis werde auf 40 bis 50 Milliarden Yen (rund 300 bis 360 Millionen Euro) geschätzt.

Die Anleger waren entzückt: Die Aktie legte an der Börse in Tokio zeitweise um bis zu acht Prozent zu. Der Verkauf werde allerdings dazu führen, dass Sony im Geschäftsjahr bis Ende März erstmals seit zwei Jahren einen Nettoverlust verbucht, hieß es in dem Bericht weiter.

Bereits am Donnerstag könnte ein entsprechendes Abkommen („Memorandum of Understanding“) verkündet werden, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Konzern könnte im Zuge der Umstrukturierung seines weltweiten PC-Geschäftes sogar noch darüber hinaus gehende Maßnahmen verkünden, die auch Stellenstreichungen beinhalten könnten, hieß es weiter.

Schutz gegen Datendiebe

Passwörter gut schützen

Es klingt offensichtlich: Nutzer sollten ihre Passwörter gut schützen. Doch nicht wenige kleben ein Post-it mit Zugangsdaten an den Monitor oder speichern sie gar in einer Datei auf dem Rechner. Beides ist riskant – wenn Eindringlinge ins Büro oder auf den Rechner gelangen, können sie auch auf die E-Mails oder das Content Management System zugreifen.

Erst lesen, dann klicken

Es ist der Klassiker: In der E-Mail wird ein lustiges Katzenbild oder ein sensationelles Video angekündigt. Lädt man den Anhang herunter oder klickt auf den Link, fängt man sich aber einen Virus ein. Daher gilt nach wie vor die Regel, Anhänge und Links kritisch zu prüfen, ebenso Nachrichten von unbekannten Absendern.

Vorsicht mit USB-Sticks

Eine beliebte Angriffsmethode: Hacker lassen präparierte USB-Sticks auf dem Parkplatz oder in der Kantine liegen – und hoffen darauf, dass arglose Mitarbeiter das Gerät an den PC anschließen. Diese Masche funktioniert erschreckend gut. Die Lehre daraus: Nutzer sollten mit unbekannten Speichermedien extrem vorsichtig umgehen.

WLAN nur mit Verschlüsselung

Ob im Café oder am Flughafen: Wer mit seinem Smartphone oder Notebook ein öffentliches WLAN-Netzwerk nutzt, geht ein Risiko ein. Wenn man vertrauliche Daten abrufen will, sollte man das beispielsweise möglichst nur mit einer SSL-Verbindung tun. Weitere Tipps gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Schutz gegen Mitleser

In der Bahn oder im Flugzeug können Mitreisende ohne Probleme einen Blick auf das Notebook oder Smartphone erhaschen – und bekommen so möglicherweise sensible Informationen mit. Sicherheitsexperten raten daher, sich nach sogenannten Schultersurfern umzusehen und im Zweifelsfall die Datei geschlossen zu lassen. Zudem raten sie dringend davon ab, das Gerät auch nur kurz aus dem Auge zu lassen.

Gesunde Skepsis bei Apps

Apps können das Leben leichter machen, aber auch unsicherer: Viele Anwendungen fragen Informationen ab, die die Nutzer vermutlich nicht weitergeben wollen. Gerade Android-Nutzer sollten genau überprüfen, welche Berechtigungen ein Programm einfordert und im Zweifelsfall lieber die Finger davon lassen. Gleiches gilt für PC-Nutzer, die Programme aus dem Nutzer herunterladen und installieren. Besonders illegale Kopien sind häufig verseucht.

Code fürs Smartphone

Es mag zwar vielleicht nerven, wenn man jedes Mal einen Code eingeben muss, bevor man das Smartphone nutzen kann. Doch eine Sperre ist höchst nützlich, wenn das Gerät verloren geht oder gestohlen wird. Viele Firmen schreiben eine solche physische Absicherung vor. Im Büro kann es durchaus sinnvoll sein, den Rechner zu sperren, während man eine Besprechung hat oder in die Mittagspause geht.

Software aktuell halten

Auch dieser Tipp ist bekannt, er wird aber trotzdem oft nicht beherzigt: Nutzer sollten die Software auf ihrem Rechner immer aktuell halten. Das gilt nicht nur für den Virenscanner, sondern auch das Betriebssystem und Anwendungsprogramme wie Browser oder Textverarbeitung. Potentiell können Angreifer viele Lücken ausnutzen, um schädliche Software auf das Gerät zu schleusen.

Sony-Chef Kazuo Hirai muss sich etwas einfallen lassen, um dem schwächelnden Konzern wieder auf die Beine zu helfen. Erst Ende Januar hatte die Ratingagentur Moody's die Anleihen des Unternehmens auf die Note „Ba1“ herabgestuft. Damit schätzen die Bonitätsprüfer Anleihen des kriselnden japanischen Elektronikriesen nicht mehr als solide, sondern nur noch als spekulative Anlageprodukte („Junk“-Status) ein. „Sonys Ertragskraft bleibt wahrscheinlich schwach und schwankungsanfällig“, urteilten die Analysten. Anhaltende Schwierigkeiten machen sie insbesondere in der Fernsehgeräte-Sparte und im PC-Geschäft aus.

Im zweiten Quartal hatte die Sparte, die PCs, Kameras und Fernseher produziert, einen Verlust eingefahren. Sony präsentiert am Donnerstag seine Zahlen für das dritte Quartal.

Die PC-Sparte zählt rund 1000 Beschäftigte. Das Unternehmen startete das Vaio-Computergeschäft im Jahr 1996. Auf dem Höhepunkt verkaufte Sony knapp neun Millionen PCs im Jahr. Im laufenden Geschäftsjahr dürfte der Absatz laut „Nikkei“ auf knapp sechs Millionen Geräte fallen.

Der japanische Sender NHK hatte am Samstag berichtet, dass Sony mit dem chinesischen Computerkonzern Lenovo über ein Joint Venture berät, um das Vaio-Auslandsgeschäft zu übernehmen. Sony nannte den Bericht ungenau, räumte aber ein, derzeit verschiedene Optionen für Vaio zu prüfen.

Kommentare (2)

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Matthias

05.02.2014, 08:52 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

kevin

05.02.2014, 09:57 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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