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31.01.2007

21:59 Uhr

Medienkonzern 2006 mit leichtem Umsatzplus

Vivendi enttäuscht die Märkte

Der französische Telekom- und Medienkonzern Vivendi hat den Umsatz im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent auf gut 20 Mrd. Euro gesteigert. Das Wachstum kam vor allem aus dem Fernsehgeschäft Canal+ und vom marokkanischen Telekommunikationsunternehmen Maroc Telecom, an dem Vivendi 51 Prozent hält.

HB PARIS. Wie der Mutterkonzern der weltgrößten Plattenfirma Universal Music mitteilte, glichen Zuwächse im Videospiel- und Bezahlfernsehgeschäft Einbußen in der Musik- und französischen Mobilfunksparte in etwa aus. Zudem habe sich das Telekommunikationsgeschäft in Marokko positiv auf die Umsätze ausgewirkt.

Die Erlöse kletterten im vierten Quartal demnach um 1,2 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro. Damit belief sich der Umsatz im Gesamtjahr auf 20,04 Mrd. Euro gegenüber 19,48 Mrd. im Vorjahr. Vivendi blieb somit hinter den Erwartungen der Finanzmärkte zurück: Die Aktien schlossen im Pariser Handel gut zwei Prozent tiefer bei 31,58 Euro. Händlern zufolge trugen aber auch Gewinnmitnahmen zu den Kursverlusten bei, nachdem die Vivendi-Aktie innerhalb eines Monats um knapp neun Prozent zugelegt hatte.

Der Umsatz der Musiksparte Universal Music Group legte um 1,3 Prozent auf 4,95 Mrd. Euro zu. Die Erlöse mit digitalen Downloads legten um 84 Prozent auf 477 Mill. Euro zu und machten 9,6 Prozent des Geschäfts aus. Beim ebenfalls zu Vivendi gehörenden zweitgrößten französischen Mobilfunkanbieter SFR stagnierte der Umsatz bei knapp 8,7 Mrd. Euro.

Im vierten Quartal stiegen die Vivendi-Erlöse um 1,2 Prozent auf 5,54 Mrd. Euro. Universal Music verkaufte in den USA weniger CDs als ein Jahr zuvor und litt zudem unter ungünstigen Wechselkursen. Dadurch gab der Umsatz um 1,5 Prozent auf 1,66 Mrd. Euro nach.

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