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31.08.2012

08:25 Uhr

Medienkonzern

Bertelsmann macht ein Drittel mehr Gewinn

Dank eines Rekordergebnisses der Buchtochter Random House und Sondereinflüssen hat Bertelsmann sein Ergebnis im ersten Halbjahr kräftig gesteigert. Für die Fernsehtochter RTL lief es dabei gar nicht so gut.

Der Medienkonzern Bertelsmann hat die Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. obs

Der Medienkonzern Bertelsmann hat die Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt.

DüsseldorfDer Medienkonzern Bertelsmann hat unter seinem neuen Chef Thomas Rabe das erste Halbjahr mit einem Umsatz- und Gewinnplus abgeschlossen und seine Prognose für 2012 bekräftigt. "Die Entwicklung im ersten Halbjahr verlief insgesamt positiv", sagte Konzernchef Rabe am Freitag. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 7,6 Milliarden Euro.

Operativ ging der Gewinn zwar leicht auf 731 (Vorjahr: 739) Millionen Euro zurück, unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis jedoch um 31 Prozent auf 353 Millionen Euro. Bertelsmann begründete dies unter anderem mit geringeren Sondereinflüssen und dem operativen Rekordergebnis der Buchtochter Random House.

Bei der Fernsehtochter RTL - der mit Abstand größte Ertragsbringer im Bertelsmann-Konzern - verlief das erste halbe Jahr nicht so glücklich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank trotz eines Umsatzplus von 3,3 Prozent um rund 14 Prozent auf 506 Millionen Euro. Dem Gewinnanstieg im deutschen TV-Geschäft standen dabei schwache Werbemärkte in vielen europäischen Ländern und höhere Investitionen ins Programm entgegen. Im Gesamtjahr erwartet RTL nun ebenfalls sinkende Gewinne.

Für Bertelsmann insgesamt sieht die Prognose freundlicher aus. "Für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert mit einem moderaten Umsatzwachstum, einem weiterhin hohen Operating Ebit und einem im Vergleich zum Vorjahr höheren Konzernergebnis", erklärte Rabe. 2011 war der Gewinn nach Minderheiten auf 465 von 478 Millionen Euro gesunken.

Rabe will Bertelsmann nach jahrelangen Sparrunden wieder auf Wachstumskurs bringen - mit der Expansion in Schwellenländern, dem Ausbau des digitalen Geschäfts und des Bildungsbereichs. Für seine Expansion versucht der familiengeführte Konzern nun auch Investoren und Geld von außen anzulocken und selbst ein Sprung an die Börse ist nun möglich.

Neben RTL und Random House gehören zu Bertelsmann auch die Dienstleistungstochter Arvato, ein aus ihr herausgelöstes Druckgeschäft und der Verlag Gruner + Jahr, Herausgeber von Titeln wie den "Stern" oder die "Financial Times Deutschland", um die es derzeit einigen Wirbel gibt.

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rtr

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