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08.05.2014

09:59 Uhr

Medienkonzern

Bertelsmann profitiert von Zukäufen

Der Umsatz beim Medienkonzern Bertelsmann legte im ersten Quartal deutlich zu. Vor allem Zukäufe und die Neubewertung der Musikrechtefirma BMG treibt den Umsatz des Mutterkonzerns von RTL.

Ein Schriftzug am Hauptsitz der Bertelsmann AG in Gütersloh: Der Konzern bestätigt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. dapd

Ein Schriftzug am Hauptsitz der Bertelsmann AG in Gütersloh: Der Konzern bestätigt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

KölnEuropas größter Medienkonzern Bertelsmann hat zum Jahresauftakt von seinen Akquisitionen profitiert. Der Umsatz habe von Januar bis März um 8,5 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zugelegt, wie der Mutterkonzern von RTL am Donnerstag mitteilte. Das wirkte sich auch auf das bereinigte operative Ergebnis aus, das auf den Rekordwert von 433 (Vorjahr: 418) Millionen Euro stieg. Netto schrumpfte der Gewinn jedoch um rund die Hälfte auf 104 Millionen Euro, weil im Vorjahr positive Effekte aus der Neubewertung der Musikrechtefirma BMG von 114 Millionen Euro verbucht worden waren.

Bertelsmann bestätigte die Prognose für das laufende Jahr. Demnach soll der Nettogewinn, der 2013 um 42 Prozent auf 870 Millionen Euro kletterte, weiter zulegen, der Umsatz soll deutlich steigen.

Die Geschäftsfelder von Bertelsmann

Bücher

Das Buchgeschäft ist die Keimzelle von Bertelsmann: Gründer Carl Bertelsmann erhielt 1835 die Konzession der preußischen Regierung zur Einrichtung einer Buchdruckerei. Unter dem Dach des Konzerns ist inzwischen die größte Publikumsverlagsgruppe der Welt entstanden: Zunächst unter dem Namen der US-Tochterfirma Random House, seit 2012 in einem Joint Venture mit Pearson, an dem die Gütersloher 53 Prozent halten. Penguin Random House heißt der Gigant mit seinen 11.800 Mitarbeitern.

Fernsehen

Die RTL Group betreibt 53 TV- und 28 Radiosender in neun Ländern Europas sowie Indien. Gerade in Deutschland ist das Unternehmen stark – mit den Stationen RTL, Vox, RTL II, Super RTL, RTL Nitro und n-tv. Bertelsmann hält 92,3 Prozent an der Sendergruppe.

Zeitschriften

Ob „Stern“, „Geo“ oder „Brigitte“: An europäischen Kiosken sind die Zeitschriften von Gruner + Jahr nicht zu übersehen. Bertelsmann hält seit den 70er Jahren die Mehrheit an den Verlag, Ende 2014 will der Medienkonzern die verbliebenen Anteile von der Jahr-Familie kaufen.

Dienstleistungen

Arvato ist die wohl vielseitigste Tochter von Bertelsmann: Die Dienstleistungssparte erstellt digitale Medien, ist im E-Commerce tätig, bietet aber auch zahlreiche Unternehmenslösungen für Kundenpflege, Produktionsplanung und Datenmanagement, außerdem IT-Services. Die Sparte hat mehr als 66.000 Mitarbeiter.

Druck

Bertelsmann gliederte die Druckaktivitäten 2012 in die Sparte Be Printers aus. Diese fertigt Zeitschriften, Kataloge, Prospekte, Bücher und Kalender. Zudem bietet sie Dienstleistungen an. Die Bertelsmann-Tochter betreibt Druckereien in Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien sowie den USA und Kolumbien und hat 6200 Mitarbeiter.

Musik

Musik gehörte lange zum Kerngeschäft von Bertelsmann. Allerdings verkaufte der Konzern 2006 seinen Musikverlag BMG, 2008 gab er auch seinen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG ab und verabschiedete sich so aus dem Tonträgergeschäft. 2013 holten die Gütersloher die Musik vom Finanzinvestor KKR zurück in den Konzern. Das Geschäft gehört zum Bereich Corporate Investments, der alle übrigen operativen Aktivitäten von Bertelsmann umfasst.

Von

rtr

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