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26.01.2010

21:46 Uhr

Medienkonzern

Liberty Media will Live-Nation-Anteil erhöhen

Nach der Fusion des Konzertveranstalters Live Nation mit dem Ticketvermarkter Ticketmaster will der Medienkonzern Liberty Media seinen Anteil an dem neu entstandenen Unternehmen aufstocken.

US-Medienmogul John Malone. Quelle: Reuters

US-Medienmogul John Malone.

HB NEW YORK/BRÜSSEL. Die Firma des US-Moguls John Malone peilt nach Angaben vom Dienstag den Kauf von bis zu 34,5 Mio. Live-Nation-Anteilsscheinen an. Dafür bot sie den Aktionären einen Aufschlag von 14 Prozent für deren Papiere. Falls das Angebot vollständig angenommen wird, könnte Liberty Media seinen Anteil damit auf 34,9 Prozent erhöhen. Der Mediengruppe gehören bereits 14,6 Prozent an Live Nation, das am Montag den 870 Mio. Dollar schweren Zusammenschluss mit Ticketmaster abgeschlossen hatte.

Die Offerte ließ den Kurs der Live Nation-Titel in New York in die Höhe schnellen. Im Mittagshandel notierten sie mehr als 16 Prozent im Plus bei 12,25 Dollar.

Der Zusammenschluss von Live Nation mit Ticketmaster war lange umstritten. Kritiker bemängelten, die Fusion werde höhere Ticketpreise zur Folge haben und den Wettbewerb beeinträchtigen. Nach der britischen Kartellbehörde gaben zu Wochenbeginn aber auch die US-Wettbewerbshüter grünes Licht. Live Nation hat unter anderem langfristige Verträge mit Künstlern wie Madonna und U2. In Deutschland kooperiert der Münchner Vermarkter CTS Eventim mit dem Unternehmen.

Der Medienmogul Malone ist in Deutschland mit dem Kabelkonzern Liberty Global auf dem deutschen Breitbandmarkt aktiv. Im November hatte der Geschäftsmann Deutschlands zweitgrößten Kabelnetzbetreiber Unitymedia für mehr als 3,5 Mrd. Euro übernommen.

Grünes Licht dafür erhielt der Liberty-Konzern am Montag aus Brüssel. Damit bekommt der US-Konzern Macht über die Netze in Hessen und Nordrhein-Westfalen, wo Unitymedia seinen Schwerpunkt hat.

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