Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.08.2015

09:09 Uhr

Medienkonzern

Online-Anzeigen halten Springer auf Kurs

Die Flaggschiffe „Bild“ und „Welt“ drücken den Gewinn von Axel Springer. Doch das starke Online-Anzeigengeschäft beschert dem Konzern stabile Gewinne, etwa mit der Jobbörse Stepstone oder Immobilienportalen.

Belastet wurde das Ergebnis vom Geschäft mit den Flaggschiffen „Bild“, „Welt“ und anderen journalistischen Angeboten. AFP

Axel Springer in Berlin

Belastet wurde das Ergebnis vom Geschäft mit den Flaggschiffen „Bild“, „Welt“ und anderen journalistischen Angeboten.

MünchenAxel Springer hat dank starken Wachstums seiner Online-Anzeigenportale den Gewinn im zweiten Quartal überraschend stabil gehalten. Das Betriebsergebnis (Ebitda) des Konzerns verharrte bei 147 Millionen Euro, wie das Medienunternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte.

Branchenexperten hatten mit einem Rückgang auf 133 Millionen Euro gerechnet. Axel Springer bekräftigte das Ziel, das Ebitda im Gesamtjahr um einen hohen einstelligen Prozentsatz zu steigern. Vorbörslich stieg die Aktie bei Lang & um 1,1 Prozent an die MDax-Spitze.

Gespräche beendet: Fusion von Pro Sieben und Springer ist vom Tisch

Gespräche beendet

Fusion von Pro Sieben und Springer ist vom Tisch

Die mögliche Fusion zwischen den beiden deutschen Medienriesen Axel Springer und Pro Sieben Sat 1 ist vom Tisch. Die beiden Konzerne wollen nun lediglich bei der Förderung von Start-ups zusammenarbeiten.

Stütze des Konzerns war im abgelaufenen Vierteljahr erneut das Geschäft mit Rubrikenanzeigen im Internet, darunter die Jobbörse Stepstone und die jüngst unter gemeinsamer Leitung zusammengefassten Portale Immowelt und Immonet. Der Betriebsgewinn dieser Sparte schoss um 45 Prozent auf 77 Millionen Euro in die Höhe.

Belastet wurde das Ergebnis dagegen vom Geschäft mit den Flaggschiffen „Bild“ und „Welt“ und anderen journalistischen Angeboten. Aufgrund schrumpfender Werbeerlöse, rückläufiger Vertriebseinnahmen infolge sinkender Auflagen und hoher Ausgaben für den Ausbau der journalistischer Digitalangebote sackte der Gewinn dieser Sparte um ein Drittel auf 51 Millionen Euro ab.

Investitionen in das Preisvergleichsportal Idealo und andere Teile der Sparte für Vermarktungsangebote im Internet drückten den Gewinn dieses Segments um neun Prozent auf 26 Millionen Euro. Insgesamt trieb das wachsende Digitalgeschäft den Konzernumsatz um sieben Prozent auf 797 Millionen Euro in die Höhe. Axel Springer erwirtschaftet mittlerweile fast zwei Drittel der Erlöse und drei Viertel der Gewinne mit Digitalangeboten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×