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10.07.2015

14:31 Uhr

Medienmacher

Kölner Zeitungsmacher wollen kruscheln

VonKai-Hinrich Renner

M. DuMont Schauberg startet bald eine wöchentliche Kinderzeitung. Die „Berliner Zeitung“ hübscht sich auf. Sat.1 lässt sich von ehemaligen RTL-Mitarbeitern helfen. Und in Hamburg gibt es einen neuen Digitalkongress.

Der Handelsblatt-Medienexperte mit Sitz in Hamburg berichtet in seiner Kolumne über die neuesten Rochaden im Mediengeschäft.

Kai-Hinrich Renner

Der Handelsblatt-Medienexperte mit Sitz in Hamburg berichtet in seiner Kolumne über die neuesten Rochaden im Mediengeschäft.

HamburgEine ausgesprochen junge Zielgruppe will M. DuMont Schauberg („Kölner Stadt-Anzeiger“, „Berliner Zeitung“) mit einem neuen Projekt erreichen: Am 5. September bringt der Verlag an seinem Kölner Stammsitz erstmals eine zwölf Seiten starke Wochenzeitung für Acht- bis Elfjährige heraus. Lokalnachrichten liefert die Magazin-Redaktion des „Kölner Stadt-Anzeigers“ zu, die das Projekt auch operativ betreut.

Zudem wird die neue Zeitung in Kooperation mit der Verlagsgruppe Rhein-Main („Mainzer Allgemeine Zeitung“) erscheinen, die bereits einen vergleichbaren Titel herausgibt: Das Wochenblatt „Kruschel – Deine Zeitung“ erscheint seit Mai 2012. Ursprünglich erklärte das Monster Kruschel Kindern schwierige Begriffe in den Tageszeitungen der Gruppe. Daraus entwickelte sich die Website Kruschel.de und eben die Kinderwochenzeitung.

Die Mainzer werden den Kölnern einen Mantelteil zuliefern. Auch sonst orientiert man sich bei M. DuMont Schauberg an dem Vorbild aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. So entwickelt die Köln International School of Design derzeit ein Maskottchen für den Verlag, dessen Name identisch mit dem Titel der Kinderzeitung sein soll. Das erinnert dann doch sehr an das Mainzer Kinderblatt, dessen Namenspatron das Zeitungsmonster Kruschel ist. Unterschiede gibt es aber beim Preis: Das ebenfalls zwölfseitige „Kruschel“ kostet monatlich 5,90 Euro. Die Kölner Kinderzeitung wird zwei Euro teurer sein.
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Neues gibt es von M. DuMont Schauberg auch aus Berlin zu berichten. Nicht nur, dass die „Berliner Zeitung“ dort zusammen mit den Wettbewerbern „Tagesspiegel“ und „Berliner Morgenpost“ alle möglichen Kooperationsmöglichkeiten auslotet, die im Vertrieb wohl schon recht konkret sind. Das Hauptstadtblatt des Zeitungshauses arbeitet auch an einem neuen Layout und einer neuen Struktur.

Der publizistische Beirat des Berliner Verlags, der den Kölnern gehört, hat auf seiner Sitzung am 26. Juni entschieden, dass erste Entwürfe in die Marktforschung gehen. Ein Verlagssprecher bestätigt Pläne für einen Relaunch. Einen konkreten Termin zur Umsetzung dieses Vorhabens gebe es aber noch nicht.
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