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10.10.2013

09:32 Uhr

Microsoft

Neuer Chef schon zum Jahresende

Steve Ballmer bleibt kürzer im Amt als bisher angenommen. Der Verwaltungsrat von Windows will laut Medienberichten eine allzu lange Übergangsphase vermeiden. Als Nachfolger werden auch bekannte Firmenchefs gehandelt.

CEO Steve Ballmer bleibt nicht so lang bei Microsoft wie bisher vermutet. ap

CEO Steve Ballmer bleibt nicht so lang bei Microsoft wie bisher vermutet.

New YorkDer Software-Riese Microsoft will laut einem Medienbericht noch bis zum Jahresende einen Nachfolger für den scheidenden Chef Steve Ballmer finden. Der Verwaltungsrat des Windows-Konzerns enge derzeit die Kandidatenliste ein, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag.

Es habe Gespräche mit Kandidaten wie Ford-Lenker Alan Mulally und dem bisherigen Nokia-Chef Stephen Elop gegeben, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Dagegen habe der Chef der Handelsplattform Ebay, John Donahoe, kein Interesse an dem Job gezeigt.

Ballmer hatte nach über 13 Jahren an der Microsoft-Spitze im August seinen Rückzug binnen zwölf Monaten angekündigt. Er hatte nur wenige Wochen davor einen groß angelegten Konzernumbau angestoßen, der Microsoft stärker zum Anbieter von Geräten machen soll. Bisher verdiente Microsoft sein Geld vor allem mit dem Verkauf von Software wie das Betriebssystem Windows und die Office-Büroprogramme. Zuletzt kündigte der Konzern den Kauf der Handy-Sparte von Nokia an, der Elop zu seinem früheren Arbeitgeber Microsoft zurückbringt.

Das kann das neue Microsoft Office

Umstellung auf Touchscreens

Anfang 2013 brachte Microsoft eine gründlich überarbeitete Version seiner Büro-Software Office heraus. Die augenscheinlichste Änderung: Die Software lässt sich zwar wie gehabt mit Tastatur und Maus bedienen, aber auch über einen Touchscreen.

Noch nicht für alle Betriebssysteme

Für Windows 8, das Betriebssystem aus eigenem Haus, hat Microsoft eigene App entwickelt. Für andere mobile Geräte stehen jedoch noch keine eigenständigen Anwendungen parat – Nutzer dieser Geräte können müssen sich mit dem Browser behelfen. Office läuft somit vor allem auf Windows-Geräten.

Verbindung mit der Cloud

Integraler Bestandteil des neuen Office ist der Online-Speicher Skydrive. Nutzer können hier ihre Dokumente ablegen und von überall aus laden – Briefe, Präsentationen und Tabellen sind so auf allen Geräten aktuell. Zudem lassen sich die persönlichen Einstellungen in der Wolke sichern, zum Beispiel die Liste der zuletzt bearbeiteten Dokumente oder eigene Vorlagen.

Entweder kaufen oder mieten

Microsoft verkauft die Software, vermietet sie aber unter dem Namen Office 365 auch. Für 100 Euro pro Jahr können Anwender die Programme auf fünf verschiedenen Geräten nutzen. Anders als beim Konkurrenten Google Docs läuft Office auf dem lokalen Gerät, nur die Daten werden übers Netz heruntergeladen.

Arbeit mit mehreren Geräten

Das neue Office erleichtert die Arbeit mit mehreren Geräten. Ein Beispiel: Wer zu Hause einen Text schreibt und ihn anschließend im Büro öffnet, kann gleich zur letzten Position springen.

Nah dran an Sozialen Netzwerken

Das neue Office soll es erleichtern, das Adressbuch aktuell zu halten. Nutzer können Daten aus Facebook und LinkedIn mit den eigenen Kontakten zusammenzuführen – die Daten werden auf einer Kontaktkarte zusammengefasst.

Weitere Kandidaten für den Spitzenjob sind laut Bloomberg der frühere Skype-Chef Tony Bates, der mit der Übernahme des Online-Dienstes zu Microsoft stieß, sowie Paul Maritz, heute Chef des Cloud-Spezialisten Pivotal und einst die Nummer drei bei dem Windows-Konzern.

Von

dpa

Kommentare (1)

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STudyTraY-Experte

11.10.2013, 10:14 Uhr

Microsoft braucht wieder mehr Visionäre. Warum Microsoft immer noch nicht meine STudyTraY Zielsetzung als zentrales Thema nutzt, kann ich nicht nachvollziehen.

Nun mein Vorschlag wäre, mich mal zu Fragen ob ich das Unternehmen wieder auf den richtigen Kurs bringen möchte :)

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