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02.11.2016

11:28 Uhr

Microsoft

Sicherheitslücken in Windows und Adobe Flash entdeckt

Microsoft hat mit einer neuen Sicherheitslücke zu kämpfen: Hackern ist es offenbar gelungen, Schwachstellen im Betriebssystem Windows und der Software Adobe Flash auszunutzen. Ein Update soll die Lücken jetzt beheben.

Microsoft hat bestätigt, dass eine Hackergruppe Schwachstellen in Windows und der Software Adobe Flash ausgenutzt hat. Hinter den Angriffen vermutet das Unternehmen die Gruppe, die bereits die E-Mails beim Vorstand der Demokratischen Partei in den USA gestohlen hatte. dpa

Erfolgreicher Hackerangriff

Microsoft hat bestätigt, dass eine Hackergruppe Schwachstellen in Windows und der Software Adobe Flash ausgenutzt hat. Hinter den Angriffen vermutet das Unternehmen die Gruppe, die bereits die E-Mails beim Vorstand der Demokratischen Partei in den USA gestohlen hatte.

RedmondMicrosoft hat eingeräumt, dass eine Hackergruppe eine bisher unbekannte Schwachstelle in seinem Betriebssystem Windows ausgenutzt hat. Sie solle mit einem Update am 8. November gestopft werden, erklärte der Software-Riese in einem Blogeintrag in der Nacht zum Mittwoch.

Microsoft führt die Gruppe unter dem Namen „Strontium“, nach Informationen des „Wall Street Journal“ handelt es sich um die selben Hacker mit mutmaßlicher Verbindung zu Russland, die E-Mails beim Vorstand der Demokratischen Partei in den USA gestohlen hatten.

Die Geschichte von Microsoft Windows

1975

Am 4. April gründen die Kindheitsfreunde Bill Gates und Paul Allen das Unternehmen.

1980

Microsoft bekommt von IBM den Auftrag, ein Betriebssystem für den geplanten Personal Computer zu liefern. Microsoft bietet ein zugekauftes Programm unter dem Namen MS-DOS an. Microsoft kann MS-DOS auch anderen Herstellern verkaufen, so legt es der Deal fest.

1985

Microsoft veröffentlicht das erste - quasi noch unbrauchbare - Windows, eine grafische Erweiterung für MS-DOS.

1987

Microsoft stellt Windows 2 vor. Apple wirft Microsoft Ideenklau vor und klagt vor Gericht. In dem komplizierten Rechtsstreit kann sich Microsoft fünf Jahre später endgültig durchsetzen.

1990

Windows 3.0 erhält eine komplett neue Oberfläche. Die Nachfolgeversion 3.11 (1994) gilt als die erste wirklich brauchbare Windows-Variante.

1993

Mit Windows NT stellt Microsoft ein 32-Bit-System für Workstations und Server vor.

1995

Windows 95 wird mit einem zuvor unüblichen Marketing-Aufwand auf den Markt gebracht.

1998

Windows 98 kommt als Weiterentwicklung von Windows 95 auf den Markt.

2000

Windows Me ist das letzte Betriebssystem, das auf MS-DOS aufsetzt. Diese Windows-Variante galt als besonders fehleranfällig.

2001

Im Oktober bringt Microsoft Windows XP heraus, sein langlebigstes Betriebssystem. XP setzt auf der Architektur der Windows-NT-Familie auf.

2007

Windows Vista verkauft sich zwar gut, ist aber bei Nutzern unter anderem wegen umständlicher Bedienung unbeliebt.

2009

Windows 7 soll die Schwächen von Vista ausbessern.

2012

Windows 8 verfügt über zwei unterschiedliche Benutzeroberflächen: eine Kacheloptik für Tablet Computer und ein herkömmlicher Windows-Desktop für PCs. Anwender vermissen den beliebten Start-Button. Ein Jahr später wird das System auf die Version 8.1 aktualisiert.

2015

Mit Windows 10 bietet Microsoft eine einheitliche technische Plattform für PCs, Tablet-Computer und Smartphones an. Das Start-Menü kehrt auf den PC zurück.

Bei dem Angriff auf Windows kam auch eine bisher unbekannte Sicherheitslücke in der Multimedia-Software Flash von Adobe zum Einsatz, wie Microsoft weiter mitteilte. IT-Sicherheitsforscher von Google hatten vor einigen Tagen auf das Problem hingewiesen.

Windows-Chef Terry Myerson kritisierte in dem Blogeintrag das Vorgehen. „Googles Entscheidung, diese Schwachstellen öffentlich zu machen, bevor Gegenmaßnahmen breit verfügbar und getestet sind, ist enttäuschend und verstärkt das Risiko für die Kunden“, schrieb er. Zugleich seien die Nutzer in Microsofts neuem Webbrowser Edge auf der neuesten Version von Windows 10 bereits sicher gewesen.

Die Vorgehensweise von „Strontium“ sei, sich mit Hilfe präparierter Links in authentisch aussehenden E-Mails Zugang zu Computern und dem Netzwerk dahinter zu verschaffen, schrieb Microsoft. Es sei die selbe Gruppe, die andere IT-Sicherheitsexperten wie etwa Crowdstrike unter der Bezeichnung „Fancy Bear“ führten, schrieb das „Wall Street Journal“.

Von

dpa

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