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12.04.2013

07:33 Uhr

Microsoft

Was nun, Mr. Ballmer?

VonAxel Postinett

Microsoft-Chef Steve Ballmer steht von den Trümmern seiner Strategie. Er hat alles auf Windows 8 gesetzt, doch das Betriebssystem floppt. Lesen Sie in unserer App-Ausgabe Handelsblatt Live, wie es weitergeht.

Steve Ballmer zum Start von Windows 8 im Oktober 2012: Microsoft ist „All in“, setzt also alles auf eine Karte. dpa

Steve Ballmer zum Start von Windows 8 im Oktober 2012: Microsoft ist „All in“, setzt also alles auf eine Karte.

San FranciscoDa ist er wieder. Schwungvoll und mit dem breitem Grinsen des Gewinners erscheint Steve Ballmer wie ein ungebetener Partygast plötzlich auf der Bühne des Venetian Hotels in Las Vegas. Dem verdutzten Qualcomm-Chef Paul Jacobs entreißt er die Eröffnungsrede der Konsumelektronik-Messe CES - ein eingespielter Akt. Microsoft mag sich offiziell von der Show CES verabschiedet haben, aber das hält einen Steve Ballmer nicht auf. Mit der röhrenden Stimme des geübten Verkäufers preist der Microsoft-Chef Windows Tablets und Smartphones an, lobt Windows 8 in den Himmel und verlässt die Bühne nicht eher wieder, bevor er dem Publikum seinen neuen Slogan entgegengeschleudert hat: „Born Mobile“.

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Das war im Januar 2013. Doch schon damals hätte Ballmer es besser wissen müssen. Microsoft, einst wertvollstes Unternehmen der Welt, Synonym für das Wort Monopol, gehasst und gefürchtet von der Konkurrenz, ist alles andere als „Born Mobile“. Apple, Google und Amazon dominieren die mobile Welt. Bei E-Books, Musik, Filmen und Online-Handel bekommt Microsoft kein Bein auf die Erde. Facebook regiert im Social Web nach Belieben, Ballmers Suchmaschine Bing müht sich erfolglos gegen Google anzurennen. Microsoft, einst mit Abstand der führende IT-Konzern der Welt, hat in den wichtigsten Zukunftsmärkten den Anschluss verpasst. [...]

Lesen Sie auf Handelsblatt Live weiter über die holprige Expansion von Microsoft im Tablet-Markt und wie sich Investoren auf Steve Ballmer einschießen. Hier geht es zur Handelsblatt Live im App Store.

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Kommentare (8)

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Raha

12.04.2013, 09:06 Uhr

Ich kann es nur noch einmal wiederholen: Windows 8 ist noch nicht einmal 6 Monate draußen. Die Kunden brauchen nach großen Änderungen erst einmal eine Eingewöhnungszeit. 2. sinken die Verkaufszahlen von klassischen PC's weil es jetzt auch Tablets mit vollwertigem Windows gibt. Windows RT (Der Ableger für ARM Prozessoren) ist noch nicht wirklich bei den Kunden angekommen aber durch den Ausbau des Windows-App-Stores (derzeit 50.000 Apps in den USA) und selbstproduzierter, hochwertiger Hardware (Microsoft Surface RT) hat Microsoft durchaus auch noch ein Produkt, dass Android-Tablets und dem iPad Konkurrenz machen kann. Darüber hinaus ist Windows Mobile 8 das derzeitige Smartphonebetriebsystem mit den höchsten prozentualen Wachstumsraten.
Auch auf dem Heimatfeld "Office" bekommt z.B. Google keinen Fuß in die Tür und im Bereich der Suchmaschinen hat Bing in den USA 30% Marktanteil (u.a. bezieht Yahoo bis min 2019 seine Suchergebnisse von Microsoft)
Bevor der Untergang von MS herausbeschworen wird sollte man sich am besten erst einmal mit den Fakten befassen.

stabilis

12.04.2013, 09:45 Uhr

@RAHA - ganz ehrlich, Windows 8 (als IT CEO habe ich es seit Version Beta 1 im Test) hat mit dieser GUI nichts am PC verloren, es ist ANWENDERUNFREUNDLICH, sonst nichts. Der Unterbau ist gut, schnell, stabil - alles ok, nur die GUI ist ein Albtraum gegen W7 oder OSX.
Ballmer hat es erzwungen - und verloren. Der User straft ab. Ich weiß z.B. das sich viele Anwender die neue Rechner mit W8 gekauft haben diese von uns auf W7 umrüsten lassen - das steht aber noch in keiner Statistik, die kommen erst wenn die Browserstatistiken einen Rückgang von W8 zeigen werden!

Account gelöscht!

12.04.2013, 10:07 Uhr

Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest…

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