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10.12.2014

17:11 Uhr

Mit Unterstützung von Springer

Politico startet EU-Ausgabe im Frühjahr

Politico steht in den USA für eine Revolution der Politikberichterstattung. Im Frühjahr 2015 will die Nachrichtenseite auch in Europa an den Start gehen. Unterstützung kommt dabei von deutscher Seite.

Das US-Politikmagazin „Politico“ soll eine europäische Ausgabe erhalten. dpa

Das US-Politikmagazin „Politico“ soll eine europäische Ausgabe erhalten.

BerlinDer europäische Ableger der amerikanischen Onlineplattform Politico geht im Frühjahr 2015 an den Start. Für das vom deutschen Verlag Axel Springer („Bild“, „Die Welt“) maßgeblich mitfinanzierte Projekt wird nach Angaben vom Mittwoch in den kommenden Monaten in Brüssel eine Redaktion mit mehr als 30 Journalisten aufgebaut. Sie soll Texte über die EU-Politik für die Webseite politico.eu schreiben und eine Wochenzeitung erstellen.

Um das Herausgeben der Printversion zu erleichtern, übernahm das Joint-Venture von Politico und Axel Springer die in Brüssel erscheinende Wochenzeitung „European Voice“. Sie werde künftig unter dem Namen „Politico“ erscheinen, teilten die Unternehmen mit. Ein Großteil des neuen Angebots soll sich an Politik-Insider wenden und kostenpflichtig sein.

Details zu den Investitionen nannte Springer bei der Vorstellung des Projekts nicht. „Wir werden ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, um die Redaktion in der Größenordnung und Qualität aufzubauen, die wir brauchen“, kommentierte Ralph Büchi, Präsident von Axel Springer International. Auch den Kaufpreis für „European Voice“ und die ebenso erworbene Veranstaltungsagentur DII wolle man nicht nennen.

Die größten deutschen Medienkonzerne (Umsatz 2013)

Platz 10 – Funke Mediengruppe

Umsatz: 1,2 Milliarden Euro*

Platz 9 – Verlagsgruppe Weltbild

Umsatz: 1,59 Milliarden Euro*

Platz 8 – Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck

Umsatz: 1,88 Milliarden Euro*

Platz 7 – ZDF

Umsatz: 2,01 Milliarden Euro

Platz 6 – Bauer Media Group

Umsatz: 2,4 Milliarden Euro

Platz 5 – Hubert Burda Media

Umsatz: 2,45 Milliarden Euro*

Platz 4 – ProSieben Sat.1

Umsatz: 2,61 Milliarden Euro

Platz 3 – Axel Springer

Umsatz: 2,8 Milliarden Euro

Platz 2 – ARD

Umsatz: 6,28 Milliarden Euro

Platz 1 – Bertelsmann

Umsatz: 16,36 Milliarden Euro

Quelle

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

*Für diese Konzerne lagen die Umsatzzahlen von 2013 bei der Publikation im Mai noch nicht vor. In diesen Fällen wurden die zuletzt veröffentlichten Umsatzzahlen als Grundlage genommen.

Geld will Politico vor allem mit einem Abo-Dienst für Politiker, deren Mitarbeiter und für Lobbyisten verdienen. „Wir werden den Markt hier ganz genau analysieren, um zu sehen, wo wir die Preise im Detail ansetzen“, erklärte Büchi. Grundsätzlich werde man sich aber am US-Angebot orientieren, wo Nutzer zum Teil mehrere Tausend Dollar für ihr Abonnement zahlten.

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