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10.05.2012

07:35 Uhr

Mit Verkäufen

Telecom Italia baut Schuldenberg ab

Gute Nachrichten von den großen europäischen Telekom-Firmen: Bis 2013 will Telecom Italia seine Schulden von 30 Milliarden auf 25 Milliarden Euro senken. Und die Telekom Austria ist in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Die Hauptzentrale der Telecom Italia in Rozzano, Italien: Schuldenabbau wird vorangetrieben. ap

Die Hauptzentrale der Telecom Italia in Rozzano, Italien: Schuldenabbau wird vorangetrieben.

MailandDie Telecom Italia will ihre Schulden weiter abbauen. Der Konzern kündigte am Mittwochabend an, mit dem Verkauf der Medienaktivitäten unter dem Dach der TV-Tochter Telecom Italia Media zu beginnen. Die Reduzierung der Schulden werde wie geplant fortgesetzt, erklärte die Unternehmensführung.

Im ersten Quartal verbesserten sich die Geschäfte auf dem Heimatmarkt sowie in Brasilien und Argentinien. Die Telefongesellschaft steigerte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 1,2 Prozent auf 2,963 Milliarden Euro und traf damit die Schätzungen von Experten.

Telecom Italia hatte angekündigt, den Schuldenberg bis 2013 auf etwa 25 Milliarden von derzeit rund 30 Milliarden Euro zu verringern. Dafür hatte das Unternehmen seine Dividendenversprechen einkassiert.

Die Telekom Austria ist zu Jahresbeginn trotz eines scharfen Wettbewerbs in ihren Kernmärkten und der mauen Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dank des eingeleiteten Sparkurses stand unter dem Strich ein Plus von 46,9 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal hohe Kosten für einen Stellenabbau zu einem Verlust von knapp 80 Millionen Euro geführt hatten, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Das Ergebnis ist besser als von Analysten erwartet und gibt der derzeitigen Führungsriege Rückenwind im Streit mit dem Großaktionär Ronny Pecik, der vor der am 23. Mai geplante Hauptversammlung bereits mehrmals die Absetzung des Managements gefordert hatte.

Für das laufende Jahr geht der Konzern weiterhin von einem Umsatz von 4,4 Milliarden und einem bereinigten Betriebsergebnis (Ebitda) von rund 1,5 Milliarden Euro aus.

Von

rtr

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