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06.09.2012

13:01 Uhr

Mobile Geräte

Google erhält Patent für Gesichtserkennung

Im Wettbewerb der Anbieter von Smartphones und Tablets sind Patente enorm wichtig. Google hat nun ein Patent zugesprochen bekommen, mit dem das Entsperren eines Mobilgerätes per Gesichtserkennung geschützt wird.

Google verfügt nun über ein Patent auf das Entsperren von Mobilgeräten per Gesichtserkennung. dpa

Google verfügt nun über ein Patent auf das Entsperren von Mobilgeräten per Gesichtserkennung.

Mountain View/BerlinDas US-Patentamt hat Google ein Patent auf das Entsperren von Mobilgeräten per Gesichtserkennung erteilt. Das berichtet das Online-Portal heise.de am Donnerstag. Das am vergangenen Dienstag zugeteilte Patent beschreibt eine Methode, bei der eine Kamera, die an einem Computer angeschlossen ist, ein Bild des Anwenders anfertigt. Dieses Foto wird mit bereits vorhandenen Bildern verglichen, um einen rechtmäßigen Nutzer zu erkennen und ihm den Zugang zu dem Gerät zu gewähren. Wenn die Identifikation scheitert, kann der Nutzer sich mit einer festgelegten Geste auf dem Touchscreen oder der Eingabe eines Passworts an dem Gerät anmelden.

Google-Konkurrent Apple hat im vergangenen Dezember ebenfalls einen Patentantrag für eine ähnliche Technik eingereicht. Im Unterschied zu Googles Technik - bei der es um den Zugang zu einem System geht - liegt hier der Schwerpunkt darauf, Störungen der biometrischen Erkennung beispielsweise bei verschiedenen Lichtverhältnissen auszugleichen.

Das Google-Betriebssystem Android enthält die Gesichtserkennungsfunktion seit der Version 4.0. Sie wird beispielsweise beim Google-Tablet Nexus 7 und beim Samsung-Smartphone Galaxy S3 als Login-Methode angeboten. Für die Identifizierung des Anwenders können Merkmale wie relative Position, Größe und Umrisse der Augen, Nase, Wangenknochen und Wangen berücksichtigt werden.

Kurz nachdem Google die Funktion auf den Markt brachte, wurde demonstriert, dass sie leicht umgangen werden kann. Google selbst räumte ein, dass sie als experimentell anzusehen sei und nur wenig Sicherheit biete. Die Fachzeitschrift „c't“ empfiehlt daher, besser eine numerische PIN oder ein Passwort einzugeben.

Von

dpa

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