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16.10.2013

09:11 Uhr

Mobile Welt

Chip-Ausrüster setzt auf steigende Nachfrage

Smartphones und Tablet- Computer liegen bei den Verbrauchern derzeit hoch im Kurs. Der Firmenchef Peter Wennink des Chip-Herstellers ASML glaubt, dass das auch in Zukunft so bleibt. Er prognostiziert ein gutes Jahr.

Smartphone mit einem Firefox-Betriebssystem: „Die mobile Revolution hält an“, meint ASML-Chef Wennink. dpa

Smartphone mit einem Firefox-Betriebssystem: „Die mobile Revolution hält an“, meint ASML-Chef Wennink.

AmsterdamDer weltweit führende Ausrüster von Chip-Herstellern ASML setzt auf die weiterhin hohe Nachfrage nach Smartphones und Tablet-Computern. Der Umsatz in der ersten Hälfte des kommenden Jahres werde auf dem Niveau liegen, das schon im zweiten Halbjahr 2013 erreicht wurde, teilte das niederländische Unternehmen am Mittwoch mit.

„Wir rechnen damit, dass die erste Hälfte 2014 gut wird“, sagte Firmenchef Peter Wennink in einem Interview. „Die mobile Revolution hält an.“

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Zuletzt hatte ASML im Juli seine Prognose für das Gesamtjahr 2013 angehoben und rechnet seither mit Erlösen von 5,2 Milliarden Euro. Auf die zweite Jahreshälfte entfielen davon 3,12 Milliarden Euro. Im dritten Quartal verdiente das Unternehmen, das als Gradmesser für die gesamte europäische Technologiebranche gilt, unter dem Strich 193 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,318 Milliarden Euro - das ist in etwa so viel wie von Reuters befragte Analysten erwartet hatten.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

16.10.2013, 09:28 Uhr

Börsianer schauen in die Zukunft. Leider manchmal zu leichtgläubig. ASML hat mit seinen Partnern mittlerweile Milliarden in EUV gesetzt. Dabei hält das bottleneck, die Strahlenquelle, gerade mal wenige Tage im Betrieb durch. Das dauert noch Jahre bis zum realistischen Einsatz und noch über ein Jahrzehnt bis zum Return on Invest - falls ab jetzt alles gutgeht (sieht nicht danach aus). Ob das Börsianer wirklich gutheißen können? Wette ja, aber doch nicht Monopoly.

Account gelöscht!

16.10.2013, 15:05 Uhr

EUV werden sich nur drei oder max. vier Kunden erlauben, für die es sich noch rechnet. Über 10 Jahre verteilt, werden daraus 100 Bestellungen. Ergibt immer noch einen einstelligen Milliardenumsatz.

Selbst bei 25% Nettomarge:

Sorry, aber ASML hat sich gegen Nikon und Canon zu Tode gekämpft am Markt. Die Story ist rum.

Account gelöscht!

16.10.2013, 16:30 Uhr

Es waäre sicherleich sehr erwähnenswert, hier die Margen offenzulegen. Die im Optikbereich liegt bei fast 50%. No question after tax.

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