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20.03.2014

19:27 Uhr

Mobilfunk

Bouygues erhöht Offerte für SFR

Der Bieterkampf um den französischen Mobilfunkanbieter SFR geht in die nächste Runde: Bouygues hat sein Bar-Angebot um 1,85 Milliarden auf 13,15 Milliarden Euro aufgestockt. Doch SFR führt exklusive Gespräche.

Umkämpfter Mobilfunker: SFR wird mit insgesamt 17,4 Milliarden Euro bewertet. ap

Umkämpfter Mobilfunker: SFR wird mit insgesamt 17,4 Milliarden Euro bewertet.

ParisIm Bieterkampf um den zweitgrößten französischen Mobilfunkanbieter SFR will sich der Branchendritte Bouygues nicht geschlagen geben und stockt sein Angebot abermals auf. Der Mischkonzern bot am Donnerstag 13,15 Milliarden Euro in bar für die Tochter der Mediengruppe Vivendi und damit fast zwei Milliarden mehr als zuletzt. Allerdings stellt er Vivendi nun nur noch 21,5 Prozent an dem fusionierten Unternehmen in Aussicht statt zuletzt 43 Prozent.

Mit der neuen Offerte will Bouygues die Vivendi-Führung doch noch überzeugen, die sich vorige Woche zu exklusiven Verkaufsgesprächen mit dem Kabel-Konzern Numericable entschlossen hatte. Dieser hatte seinerseits bereits knapp eine Milliarde nachgelegt und bietet Vivendi mittlerweile 11,75 Milliarden Euro in bar und 32 Prozent an dem neuen Unternehmen.

Für das neue Angebot habe sich das Management die Unterstützung von Partnern aus der Industrie und der Finanzbranche gesichert, teilte Bouygues nach Börsenschluss mit. Damit werde SFR mit insgesamt 17,4 Milliarden Euro bewertet. Bouygues will sich mit der Übernahme in dem harten Preiskampf auf dem französischen Mobilfunkmarkt gegen den Billiganbieter Iliad stärken, der auch Marktführer Orange zusetzt.

Fakten zur Smartphone-Sucht

1

1 mal pro Stunde checken Erwachsene ihr Handy. Erst checken, dann strecken: Jeder dritte Handy-Besitzer blickt nach dem Aufwachen als Erstes aufs Display, jeder zweite sagt als letzte Amtshandlung vor dem Einschlafen seinem Handy „Gute Nacht.“

(Quelle: Anitra Eggler, „Facebook macht blöd, blind und erfolglos.“)

3417

3417 Textnachrichten erhält ein amerikanischer Teenager zwischen 13 und 17 Jahren im Monat. Das sind bei einem 16-Stunden-Tag sieben bis acht Nachrichten pro Stunde.

68 Prozent

68 Prozent aller Handy-Besitzer leiden unter eingebildetem Vibrationsalarm. Sie erleben dieses Phänomen einmal pro Woche.

4,8 Milliarden

4,8 Milliarden Menschen besitzen ein Handy, hingegen nur 4,2 Milliarden eine Zahnbürste. Tendenz steigend: Täglich werden mehr Smartphones verkauft als Babys geboren.

20 Prozent

20 Prozent greifen nach dem Sex sofort zum Handy, hingegen nur noch 10 Prozent zur Zigarette danach.

60 Prozent

60 Prozent der britischen Jugendlichen können sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen und bezeichnen sich selbst als „hochgradig abhängig“. Bei den Erwachsenen sind es nur 37 Prozent – lügen die?

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1 von 10 Handynutzern weiß nicht, wo der Ausknopf ist.

1 von 10 greift beim Gottesdienst zum Handy.

1 von 10 nutzt sein Handy während des Sex.

2 von 10

2 von 10 schalten ihr Handy nie aus.

2 von 10 tippen beim Autofahren - das wirkt wie bei 0,8 Promille.

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3 von 10 Teens machen per SMS Schluss.

4 von 10

4 von 10 gehen nicht ohne Handy aufs Klo.

5 von 10

5 von 10 nutzen ihr Handy im Bett.

6 von 10

6 von 10 schlafen mit dem Handy - auf dem Nachttisch.

7 von 10

7 von 10 verzichten lieber auf Alkohol als auf ihr Smartphone.

Numericable will mit SFR ein Bein in den Handymarkt bekommen, um künftig Festnetz, Internet und Mobilfunk aus einer Hand anbieten zu können. Die französische Regierung hat sich für das Bouygues-Angebot ausgesprochen, weil sie sich davon ein Ende des Preisverfalls am Mobilfunkmarkt und damit auch den Erhalt von Arbeitsplätzen verspricht.

Die Bouygues-Aktien hatten in Erwartung des neuen Angebots, von dem bereits in der Zeitung "Le Monde" die Rede war, 2,7 Prozent fester geschlossen. Die Papiere des Numericable-Konzerns, der als Favorit für die SFR-Übernahme gilt, gaben 3,3 Prozent nach.

Von

rtr

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