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01.06.2015

08:56 Uhr

Mobilfunk

Frequenzauktion erreicht zwei Milliarden Euro

Die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen nimmt Fahrt auf. Bei der Auktion in Mainz haben die Gebote der Telekomfirmen die Marke von zwei Milliarden Euro erreicht. Ein Ende ist weiterhin nicht absehbar.

Die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen hat bereits mehr als zwei Milliarden Euro eingebracht. dpa

Bundesnetzagentur in Mainz

Die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen hat bereits mehr als zwei Milliarden Euro eingebracht.

FrankfurtAuf der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen haben die Gebote die Grenze von zwei Milliarden Euro übersprungen. Diese Höhe erreichten die Offerten der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland zusammen gerechnet am Montag, wie aus einer Aufstellung der Bundesnetzagentur auf ihrer Internet-Seite hervorging.

Damit nimmt die Auktion langsam an Fahrt auf: Zum Start am vergangenen Mittwoch lagen die Gebote bei 1,28 Milliarden Euro. Wie lange das Wettbieten dauert, ist nicht absehbar.

Auktion von Mobilfunkfrequenzen: Das Milliarden-Spiel hat begonnen

Auktion von Mobilfunkfrequenzen

Das Milliarden-Spiel hat begonnen

Die Auktion von Mobilfunkfrequenzen ist gestartet. Der Bund erhofft sich satte Erlöse; für Manager, Techniker und Spieltheoretiker der bietenden Konzerne beginnt nun aber das große Zocken. Das Ende ist völlig offen.

Bei der jüngsten Frequenzauktion vor fünf Jahren legten Telekom, Vodafone und die mittlerweile fusionierten Firmen E-Plus und Telefonica zusammen 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch. Allerdings hat sich die Branche seitdem deutlich gewandelt, da die Funknetze wegen des Booms von Smartphones und Tablet-Computern bald an ihre Grenzen stoßen. Und da künftig wohl so gut wie jedes technische Gerät – vom Kühlschrank bis zum Auto – ständig mit dem Internet verbunden sein wird, steigen die Anforderungen weiter.

Wichtige Frequenz-Auktionen international

USA 2015

Erlöst wurden 45 Milliarden Dollar (40 Milliarden Euro).

Großbritannien 2014

2,3 Milliarden Pfund (3 Milliarden Euro). Analysten hatten mit bis zu vier Milliarden Pfund gerechnet.

Tschechien 2013

300 Millionen Euro. Die Auktion gelang erst im zweiten Anlauf - der erste Versuch wurde von der dortigen Regulierungsbehörde abgebrochen, da die eingegangenen Gebote sich bereits auf über 700 Millionen Euro summierten. Angesichts solcher hohen Summen fürchtete die Behörde massive Preissteigerungen für die Handy-Nutzer und einen langwierigen Ausbau der neuen Netze.

Österreich 2013

2 Milliarden Euro. Erwartet hatte der Staat eigentlich nur 600 Millionen Euro.

Niederlande 2012

3,8 Milliarden Euro. Der Betrag fiel wesentlich höher aus als von Experten prognostiziert. Telekom-Marktführer KPN musste wegen der hohen Ausgaben die Ausschüttungen an die Aktionäre streichen.

Frankreich 2011

Hier wurden 3,6 Milliarden Euro erlöst.

Deutschland 2010

Vier Bieter legten insgesamt 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch.

Von

rtr

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