Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.11.2013

19:56 Uhr

Mobilfunk

Telekom Austria hofft auf Ende im Preiskampf

Es ging immer billiger: Die drei österreichischen Mobilfunk-Unternehmen haben sich einen zerstörerischen Preiskampf geliefert. Telekom Austria steuert nun um – und hofft darauf, dass die Konkurrenten mitziehen.

Vom Marktführer zum Verlierer: Der jahrelange Preiskampf auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt hat der Telekom Austria geschadet. Reuters

Vom Marktführer zum Verlierer: Der jahrelange Preiskampf auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt hat der Telekom Austria geschadet.

BarcelonaDie Telekom Austria hofft angesichts eines nachlassenden Preisdrucks am hart umkämpften österreichischen Mobilfunkmarkt auf stabile Erträge im kommenden Jahr. „Wenn alles gut geht, sollten wir eine Stabilisierung des operativen Gewinns (Ebitda) in Österreich sehen“, sagte Telekom-Finanzchef Hans Tschuden am Mittwochabend auf einer Konferenz in Barcelona. Erreichen will der Konzern dieses Ziel auch mit weiteren Kostensenkungen und geringeren Rabatten für neue Mobiltelefone.

In den vergangenen Jahren hatten die drei österreichischen Mobilfunker – neben der Telekom sind das T-Mobile und Hutchison – mit Billigangeboten um jeden Kunden gekämpft. Das war zwar gut für die Kunden, die so günstig telefonieren wie kaum sonst in Europa, hat aber die Erträge der Firmen einbrechen lassen.

Nun zeichne sich ein Ende des ruinösen Preiskampfs ab, sagte Tschuden. Die Telekom habe seit April mehrmals die Preise erhöht und hoffe nun darauf, dass die Wettbewerber ähnlich vorgingen. „Wir müssen die Reaktion der Konkurrenz abwarten. Vielleicht ist das Schlimmste im österreichischen Markt vorbei“, sagte der Finanzmanager. Auf dem Heimatmarkt erwirtschaftet die Telekom mehr als die Hälfte ihrer Erträge.

Fakten zur Smartphone-Sucht

1

1 mal pro Stunde checken Erwachsene ihr Handy. Erst checken, dann strecken: Jeder dritte Handy-Besitzer blickt nach dem Aufwachen als Erstes aufs Display, jeder zweite sagt als letzte Amtshandlung vor dem Einschlafen seinem Handy „Gute Nacht.“

(Quelle: Anitra Eggler, „Facebook macht blöd, blind und erfolglos.“)

3417

3417 Textnachrichten erhält ein amerikanischer Teenager zwischen 13 und 17 Jahren im Monat. Das sind bei einem 16-Stunden-Tag sieben bis acht Nachrichten pro Stunde.

68 Prozent

68 Prozent aller Handy-Besitzer leiden unter eingebildetem Vibrationsalarm. Sie erleben dieses Phänomen einmal pro Woche.

4,8 Milliarden

4,8 Milliarden Menschen besitzen ein Handy, hingegen nur 4,2 Milliarden eine Zahnbürste. Tendenz steigend: Täglich werden mehr Smartphones verkauft als Babys geboren.

20 Prozent

20 Prozent greifen nach dem Sex sofort zum Handy, hingegen nur noch 10 Prozent zur Zigarette danach.

60 Prozent

60 Prozent der britischen Jugendlichen können sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen und bezeichnen sich selbst als „hochgradig abhängig“. Bei den Erwachsenen sind es nur 37 Prozent – lügen die?

1 von 10

1 von 10 Handynutzern weiß nicht, wo der Ausknopf ist.

1 von 10 greift beim Gottesdienst zum Handy.

1 von 10 nutzt sein Handy während des Sex.

2 von 10

2 von 10 schalten ihr Handy nie aus.

2 von 10 tippen beim Autofahren - das wirkt wie bei 0,8 Promille.

3 von 10

3 von 10 Teens machen per SMS Schluss.

4 von 10

4 von 10 gehen nicht ohne Handy aufs Klo.

5 von 10

5 von 10 nutzen ihr Handy im Bett.

6 von 10

6 von 10 schlafen mit dem Handy - auf dem Nachttisch.

7 von 10

7 von 10 verzichten lieber auf Alkohol als auf ihr Smartphone.

Hintergrund für die steigenden Preise ist auch die insgesamt zwei Milliarden Euro teure Aktion für neue Frequenzen für schnelleres Internet (LTE), die die Finanzen aller drei in Österreich tätigen Mobilfunker belastet. Allein die Telekom Austria muss dafür bis vor Weihnachten gut eine Milliarden Euro aufbringen.

Dennoch sei derzeit keine Kapitalerhöhung nötig, bekräftigte Tschuden. „Aber es ist offensichtlich, dass wir bei Zukäufen eine Kapitalerhöhung brauchen würden“, sagte er. Derzeit habe die Firma aber keine Übernahmepläne.

Die Zusammenarbeit mit Großaktionär America Movil sei von Beginn an professionell gewesen. Das weitere Vorgehen werde der Konzern des Milliardärs Carlos Slim mit der österreichischen Regierung abstimmen, die den Staatsanteil von 28,4 Prozent kontrolliert. „Was weiter passiert, liegt an diesen zwei Parteien und muss abgewartet werden“, sagte Tschuden. America Movil hält rund 25 Prozent der Telekom-Aktien.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×