Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.04.2014

14:28 Uhr

Mobilfunkanbieter

E-Plus mit der ersten Gewinnsteigerung seit Jahren

Neue Tarife beenden den Gewinnrückgang von E-Plus. Darüber freut sich vor allem Telefonica Deutschland, die im vorigen Sommer E-Plus übernahmen. Allerdings hat die Brüsseler Kartellbehörde noch nicht zugestimmt.

Die E-Plus-Mutter KPN besiegelte vorigen Sommer den Verkauf des Düsseldorfer Unternehmens für 8,6 Milliarden Euro an den Rivalen Telefonica Deutschland. dpa

Die E-Plus-Mutter KPN besiegelte vorigen Sommer den Verkauf des Düsseldorfer Unternehmens für 8,6 Milliarden Euro an den Rivalen Telefonica Deutschland.

FrankfurtDeutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter E-Plus schafft dank eines Kundenansturms und neuer Tarife die Gewinn-Trendwende. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg im ersten Quartal um 14 Prozent auf 223 Millionen Euro, wie das zum niederländischen KPN -Konzern gehörende Unternehmen am Freitag mitteilte. Es ist das erste Plus seit knapp zwei Jahren. Der Service-Umsatz, bei dem die Subventionen für Handys nicht berücksichtigt werden, zog um gut zwei Prozent auf 731 Millionen Euro an.

Grund für den Erfolg ist der Zulauf neuer Kunden: Ende März telefonierten 25,45 Millionen Kunden mit E-Plus, das war eine Steigerung von gut einer halben Million. Ein Grund für den Anstieg sind neue Marken, unter denen die Firma Telefonieren und SMS anbietet. Jüngster Ableger ist ein spezieller Whats-App-Tarif - Kunden können dabei den beliebten Kurzmitteilungsdienst, der mittlerweile zu Facebook gehört, unbegrenzt nutzen.

Der Erfolg von E-Plus reichte aber nicht aus, um die Quartalsbilanz der Konzernmutter KPN zu retten. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) sank in den ersten drei Monaten des Jahres um 15 Prozent auf 846 Millionen Euro. Verantwortlich dafür ist in erster Linie das niederländische Mobilfunkgeschäft - hier brach der Gewinn um 60 Prozent ein. KPN litt darunter, dass Kunden verstärkt auf Billigangebote setzen, statt sich mit einem zwei Jahre laufenden Vertrag an den Betreiber zu binden. Zudem drückten Investitionen in den Datenturbostandard LTE, mit dem HD-Videos ruckelfrei auf Handys laufen, den Ertrag.

Verkaufsplatzierungen von Whatsapp (Januar 2013)

Deutschland

In den App-Verkaufscharts von iTunes liegt Whatsapp auf

Rang 3

Australien

Rang 2

Belgien

Rang 1

Griechenland

Rang 1

Großbritannien

Rang 6

Irland

Rang 1

Italien

Rang 3

Kanada

Rang 5

Niederlande

Rang 1

Österreich

Rang 1

Schweiz

Rang 1

Spanien

Rang 1

KPN verkauft E-Plus an den spanischen Rivalen Telefonica , der in Deutschland unter der Marke o2 bekannt ist. Die EU-Kartellwächter prüfen das Fusionsvorhaben derzeit intensiv und wollen bis Juni entscheiden. An KPN ist auch der mexikanische Milliardär Carlos Slim beteiligt, der sich mit der Telekom Austria zuletzt erstmals die Kontrolle über eine europäische Telekom-Firma gesichert hat. Slims Übernahmeversuch von KPN scheiterte im vergangenen Jahr am Widerstand der Niederländer. Dennoch will America Movil einen Anteil von mindestens 20 Prozent an KPN behalten, um Mitbestimmungsrechte bei dem Unternehmen abzusichern.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×