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16.06.2014

19:45 Uhr

Mobilfunkanbieter

EU will E-Plus-Übernahme durch O2 genehmigen

Die EU-Kommission genehmigt offenbar den Kauf von E-Plus durch O2. Sie hatte steigende Mobilfunkpreise befürchtet. Die O2-Mutter Telefonica muss für eine Fusion allerdings große Zugeständnisse machen.

O2 und E-Plus kamen Mitte 2013 zusammen auf knapp 44 Millionen Handy-Nutzer. Reuters

O2 und E-Plus kamen Mitte 2013 zusammen auf knapp 44 Millionen Handy-Nutzer.

BrüsselDie EU-Kommission wird nach Reuters-Informationen den Kauf von E-Plus durch O2 genehmigen, wenn das neue Unternehmen mindestens ein Fünftel seiner Netzkapazität an kleinere Rivalen abgibt. Das sei die Bedingung, um die geplante Übernahme im Volumen von 8,6 Milliarden Euro durchzuwinken, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen am Montag. Sollte die Fusion gelingen, würden der dritt- und der viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland zum neuen Marktführer vor Deutscher Telekom und Vodafone fusionieren.

Die Wettbewerbshüter haben das Mitte 2013 angekündigte Vorhaben intensiv unter die Lupe genommen, da sie fürchten, nach der Fusion könnten die Mobilfunkpreise in Deutschland steigen. Telefonica Deutschland hat mehrere Zugeständnisse angeboten, unter anderem Starthilfe für einen neuen Wettbewerber.

Fakten zur Smartphone-Sucht

1

1 mal pro Stunde checken Erwachsene ihr Handy. Erst checken, dann strecken: Jeder dritte Handy-Besitzer blickt nach dem Aufwachen als Erstes aufs Display, jeder zweite sagt als letzte Amtshandlung vor dem Einschlafen seinem Handy „Gute Nacht.“

(Quelle: Anitra Eggler, „Facebook macht blöd, blind und erfolglos.“)

3417

3417 Textnachrichten erhält ein amerikanischer Teenager zwischen 13 und 17 Jahren im Monat. Das sind bei einem 16-Stunden-Tag sieben bis acht Nachrichten pro Stunde.

68 Prozent

68 Prozent aller Handy-Besitzer leiden unter eingebildetem Vibrationsalarm. Sie erleben dieses Phänomen einmal pro Woche.

4,8 Milliarden

4,8 Milliarden Menschen besitzen ein Handy, hingegen nur 4,2 Milliarden eine Zahnbürste. Tendenz steigend: Täglich werden mehr Smartphones verkauft als Babys geboren.

20 Prozent

20 Prozent greifen nach dem Sex sofort zum Handy, hingegen nur noch 10 Prozent zur Zigarette danach.

60 Prozent

60 Prozent der britischen Jugendlichen können sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen und bezeichnen sich selbst als „hochgradig abhängig“. Bei den Erwachsenen sind es nur 37 Prozent – lügen die?

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1 von 10 Handynutzern weiß nicht, wo der Ausknopf ist.

1 von 10 greift beim Gottesdienst zum Handy.

1 von 10 nutzt sein Handy während des Sex.

2 von 10

2 von 10 schalten ihr Handy nie aus.

2 von 10 tippen beim Autofahren - das wirkt wie bei 0,8 Promille.

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3 von 10 Teens machen per SMS Schluss.

4 von 10

4 von 10 gehen nicht ohne Handy aufs Klo.

5 von 10

5 von 10 nutzen ihr Handy im Bett.

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6 von 10 schlafen mit dem Handy - auf dem Nachttisch.

7 von 10

7 von 10 verzichten lieber auf Alkohol als auf ihr Smartphone.

Hauptantrieb für eine Fusion ist für die Unternehmen die Aussicht auf hohe Einsparungen: Durch das Zusammengehen sollen die Kosten um bis zu 5,5 Milliarden Euro sinken. Das wäre vor allem dadurch erreichbar, dass nur noch eines statt bislang zwei Mobilfunknetze betrieben werden müsste. Deren Unterhalt ist sehr teuer.

Zusammen kamen O2 und E-Plus zum Zeitpunkt der Ankündigung Mitte 2013 auf knapp 44 Millionen Handy-Nutzer. Die Telekom zählte damals auf ihrem Heimatmarkt 37 Millionen, Vodafone in Deutschland knapp 36 Millionen Mobilfunkkunden.

Hinter O2 steht Telefonica Deutschland (o2), eine Tochter der spanischen Telefonica. E-Plus gehört der niederländischen KPN.

Von

rtr

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