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10.05.2013

12:22 Uhr

Mobilfunkanbieter

Freenet-Deal lässt bei Drillisch die Kassen klingeln

Im März verkaufte das Unternehmen seinen Anteil an Freenet an die Bank of America. Das brachte dem Mobilfunkanbieter satte 150 Millionen Euro ein. In der Quartalsbilanz schlägt sich das deutlich nieder.

Das Verwaltungsgebäude des Telekommunikations-Dienstleisters Freenet. picture-alliance/ dpa

Das Verwaltungsgebäude des Telekommunikations-Dienstleisters Freenet.

FrankfurtDer Verkauf eines großen Aktienpakets am Konkurrenten Freenet hat dem Mobilfunkanbieter Drillisch einen Geldregen beschert. Im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Überschuss von 121,8 Millionen Euro nach nur 2,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen aus Maintal bei Frankfurt am Freitag mitteilte.

Im März hatte Drillisch seinen Anteil an Freenet ("Mobilcom Debitel") halbiert - durch den Verkauf des Pakets an die Bank of America strich die Firma gut 150 Millionen Euro ein. Damit beerdigte Drillisch ihre lange gehegten Pläne für eine Fusion mit der Hamburger Freenet. Die beiden Unternehmen hatten in Vergangenheit wiederholt über ein Zusammengehen gesprochen.

Die größten Mobilfunker in Deutschland

Ein großer Markt

In Deutschland gibt es mehr als 113 Millionen Handyanschlüsse. Welche Marktanteile die Anbieter haben, hat das Statistikportal Statista auf Grundlage von Erhebungen der Marktforschungsinstitute Enigma, Ipsos, Ifak und Marplan ermittelt (Stand: Ende 2012).

T-Mobile

Jeder fünfte Handynutzer geht mit T-Mobile ins Netz (20,9 Prozent). Bei den Vertragskunden hält die Telekom-Tochter sogar einen Marktanteil von 24,3 Prozent.

Vodafone

Der britische Konzern kommt in Deutschland ebenfalls auf einen Marktanteil von 20,9 Prozent. Allerdings hat das Unternehmen weniger Vertragskunden als der Rivale aus Bonn (22,4 Prozent Marktanteil).

O2

Die Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns – seit kurzem an der Börse notiert – ist in Deutschland die Nummer drei, sie hat einen Marktanteil von 13,5 Prozent.

E-Plus

Jeder zehnte Handynutzer (9,5 Prozent) ist Kunde bei E-Plus, einer Tochter des niederländischen KPN-Konzerns.

Aldi Talk

Der Discounter Aldi betreibt kein eigenes Netz, hat aber eine beachtliche Kundenbasis. 8,5 Prozent der Kunden telefonieren mit SIM-Karten des Einzelhändlers.

Base

Base ist die Billigmarke von E-Plus. 5,5 Prozent der Handynutzer telefonieren damit.

Sonstige

Jeweils weniger als 5 Prozent Marktanteil haben 1&1 (3,3 Prozent), Mobilcom-Debitel (2,8 Prozent), Tchibo (1,8 Prozent) und die Telekom-Marke Congstar (1,7 Prozent).

Auch ohne die Sondererlöse liefen die Geschäfte gut: Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg von Januar bis Ende März um 9,5 Prozent auf 16,2 Millionen Euro. Drillisch konzentriert sich seit einiger Zeit auf lukrative Vertragskunden - Prepaid-Angebote wurden zurückgefahren. Deshalb sank die Zahl der Kunden in den vergangenen zwölf Monaten um knapp 600.000 auf 1,85 Millionen. Für 2013 bestätigt Drillisch seine Prognose: Es werde weiter ein Ebitda von 67 bis 70 Millionen Euro erwartet.

Von

rtr

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