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02.08.2013

12:35 Uhr

Mobilfunkbetreiber

T-Mobile bemängelt LTE-Freuqenzauktion in Österreich

Die österreichische Regulierungsbehörde RTR will im Rahmen einer Versteigerung im Herbst Frequenzen neu vergeben. T-Mobile stellt nun die Ausgangsbedingungen in Frage. Es geht um mehrere Millionen Euro.

Frequenzstreit: T-Mobile geht es um den Beginn der Lizenzlaufzeiten für die vierte Mobilfunkgeneration, mit der Handynutzer schneller im Internet surfen können. ap

Frequenzstreit: T-Mobile geht es um den Beginn der Lizenzlaufzeiten für die vierte Mobilfunkgeneration, mit der Handynutzer schneller im Internet surfen können.

WienDer Mobilfunkbetreiber T-Mobile stellt die Ausgangsbedingungen der für Herbst geplanten LTE-Mobilfunkauktion in Österreich in Frage. Konkret geht es dabei um den Beginn der Lizenzlaufzeiten für die vierte Mobilfunkgeneration, mit der Handynutzer schneller im Internet surfen können, wie T-Mobile-Anwalt Ewald Lichtenberger zu Reuters sagte.

Die österreichische Regulierungsbehörde RTR will im Rahmen der Versteigerung auch bestehende GSM-Frequenzen verkaufen und diese ab 2016 bzw. 2018 neu verfügbar machen. Nach Ansicht von T-Mobile gehören diese Frequenzen aber noch bis Ende 2019 dem Unternehmen.

„Die Frequenzen können nur dann wirksam neu vergeben werden, wenn die alte Laufzeit zu Ende ist“, sagte T-Mobile-Anwalt Lichtenberger. „Das ist so, als würde ein neuer Mieter einziehen und der alte ist noch drinnen. Ich kann nur neu vermieten, wenn der alte Mieter draußen ist, sonst gibt es Ärger.“ T-Mobile, Telekom Austria und Vorgängerfirmen von Hutchison hatten die Konzessionen für die zweite Mobilfunkgeneration GSM ab den 90er-Jahren erworben.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

Um diesen Konflikt noch vor dem Start der Auktion zu klären, hat T-Mobile von der RTR eine Klärung der Lizenzlaufzeiten gefordert. Ein Sprecher der Deutsche-Telekom-Tochter bestätigte einen entsprechenden Antrag. Für T-Mobile gehe es dabei um mehrere Millionen Euro: Das sei der Wert, mit dem die GSM-Frequenzen noch in der Bilanz stehen.

Die RTR hat sechs Monate Zeit, um zu dem Antrag von T-Mobile Stellung zu beziehen - also bis weit nach der Auktion. Am Freitag wollte sich die Behörde nicht dazu äußern und verwies auf das laufende Ausschreibungsverfahren vor der Versteigerung. Auch Marktführer Telekom Austria und der kleinere Konkurrent Hutchison lehnten einen Kommentar ab.

Die RTR erhofft sich aus der Auktion der LTE-Frequenzen Einnahmen von mindestens 526 Millionen Euro. Insgesamt stehen 28 Blöcke in den Frequenzbereichen 800, 900 und 1800 MHz zur Disposition. Mit dem Spektrum wollen die Betreiber ein neues LTE-Netz aufbauen.

Es ist nicht das erste Mal, dass T-Mobile die Verteilung der Frequenzen in Österreich sauer aufstößt: Nach der Fusion der kleineren Konkurrenten Hutchison und Orange zum Jahreswechsel hatte das Unternehmen Beschwerde beim österreichischen Verwaltungsgerichtshof gegen damit verbundene Neuaufteilung des Spektrums eingelegt - die mittlerweile vom Europäischen Gerichtshof geprüft wird.

Von

rtr

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