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24.11.2014

17:09 Uhr

Mögliche Google-Zerschlagung

EU-Parlament stimmt Donnerstag ab

Das Böse in Google: Das EU-Parlament will am Donnerstag über die Zerschlagung von Google debattieren. Der Internetkonzern übe zu viel Einfluss auf die Märkte aus.

Google Zentrale in Mountain View: Die Dominanz der Internet-Suchmaschine soll eingedämmt werden. ap

Google Zentrale in Mountain View: Die Dominanz der Internet-Suchmaschine soll eingedämmt werden.

BrüsselDie EU-Parlamentarier wollen noch diese Woche über die Forderung nach einer Aufspaltung von Google und anderen Internetkonzernen abstimmen. Am Dienstag wollten die Konservativen, Liberalen und Sozialisten im Parlament einen gemeinsamen Vorschlag ausarbeiten, sagte ein Sprecher des spanischen Abgeordneten Ramon Tremosa am Montag.

Dieser hatte zusammen mit dem deutschen Christdemokraten Andreas Schwab in der vergangenen Woche einen Entwurf zur Zerschlagung des US-Konzerns präsentiert, um die Dominanz der Internet-Suchmaschine einzudämmen. Am Mittwoch wollten die EU-Parlamentarier darüber debattieren. Für Donnerstag sei dann eine nicht-bindende Abstimmung geplant. Google wickelt zum Unwillen zahlreicher Parlamentarier rund 90 Prozent aller Suchanfragen in Europa ab.

Ein öffentlichkeitswirksamer Aufruf zur Abspaltung der Suchmaschine von den übrigen Geschäftssparten wäre der bislang weitreichendste Vorstoß, um Googles Übermacht zu brechen. Er würde den Druck auf die EU-Kommission beträchtlich erhöhen, entschiedener gegen den Platzhirsch vorzugehen.

Kommentar: Die Attacken auf Google sind ein Ablenkmanöver

Kommentar

Die Attacken auf Google sind ein Ablenkmanöver

Politiker sehen Google als das Böse in bunter Gestalt. Doch eine Zerschlagung des Konzerns, wie das EU-Parlament sie nun fordert, ist Populismus – schon jetzt könnte man seine Macht begrenzen. Es tut nur niemand.

Google steht in Europa wegen einer ganzen Reihe von Geschäftspraktiken in der Kritik. Dabei geht es unter anderem um die Steuertricks des Konzerns sowie um den Schutz der Privatsphäre. Das EU-Parlament kann jedoch selbst keine Gesetzgebungsverfahren in Gang setzen und auch keine Firmen aufspalten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

24.11.2014, 19:45 Uhr

Das EU-Parlament darf ja abstimmen, was es will, wie oft und wie lange es will - auch hundert mal hintereinander.

Nur bewirken kann es damit nichts, null, nada, zero.
Damit richtet man eine Bitte an die vorgesetzten Nationen, auch dazu mal nachzudenken - mehr nicht.

Kein Mensch vermag doch anzunehmen, daß an die 20 Nationen, souveräne dazu, eine einheitliche Auffassung zur Zerschlagung eines weltweit bedeutenden, aber doch konkurrierten Unternehmens haben könnten.

Also: alles Rubbish - wie immer in der EU.

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