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02.01.2011

16:42 Uhr

Monika Piel

Neue ARD-Vorsitzende will „mehr Schräges“ im TV

ExklusivDie neue ARD-Vorsitzende, WDR-Intendantin Monika Piel, wünscht sich „mehr Innovation, mehr Schräges“ im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. „Ich ermuntere unsere Mitarbeiter: Seid mutig, Neues auszuprobieren“, sagte Piel dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Piel hat zum Jahresbeginn den ARD-Vorsitz übernommen.

Monika Piel: Die bisherige WDR-Intendantin ist seit kurzem Chefin der ARD. DAPD

Monika Piel: Die bisherige WDR-Intendantin ist seit kurzem Chefin der ARD.

DÜSSELDORF. Heute brauche ein TV-Sender vom ersten Tag an Erfolg und es gebe nur noch „wenig Nischen, um sich zu entwickeln“. Piel stellte in dem Interview aber auch klar, dass sie nicht bereit ist, den Weg der Privatsender zu gehen. Die private Konkurrenz habe in der Altersgruppe unter 35 Jahren zweifellos mehr Erfolg als die ARD. „Allerdings sehe ich auch, mit welchen Programmen das geschieht. Viele dieser Inhalte passen nicht zur ARD“, sagte Piel.

Unter den Polit-Sendungen bezeichnete die ARD-Vorsitzende "Hart, aber fair" als ihren persönlichen Favoriten, „aber nicht weil wir es erfunden haben. Es sind einfach ein gutes Format und ein smarter Moderator.“ Die Sendung mit Frank Plasberg wird vom WDR produziert. Piel wehrt sich gegen den Vorwurf, Anne Will sei durch die Verschiebung ihrer Talkshow demontiert worden. „Das ist nicht wahr. Sie wird am Mittwoch einen ordentlichen Sendplatz erhalten.“ Außerdem habe Anne Will „viele Talente, die in der ARD gebraucht werden.“

Ob die Umwandlung der geräteabhängigen Rundfunkgebühr zum Jahr 2013 in eine Haushaltsgebühr mehr Geld in die öffentlich-rechtlichen Senderkassen bringen wird, ließ Piel in dem Gespräch offen. „Sollte es wirklich zu höheren Einnahmen kommen, müsste der Rundfunkbeitrag gesenkt werden. Darüber würde ich mich sehr freuen. Denn dadurch würde sich unsere Akzeptanz in der Gesellschaft erhöhen.“ Bislang bringen die Rundfunkgebühren jährlich rund fünf Milliarden Euro ein.

Kommentare (2)

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Niko Wolff

03.01.2011, 11:26 Uhr

Man fragt sich, warum 5 Mrd. Gebühreneinnahmen nicht reichen, neben Verblödung und Klischees wenigstens ein einziges Fernster offen zu halten für Hunderte von gut ausgebildeten Filmemachern, die meistens als Krankenplfegeler arbeiten müssen oder von Hartz 4 leben während Altproduzenten und Fernsehgesichter jenseits der 60 und 70 Millionen scheffeln. Das öffentliche rechtliche TV ist genauso verrottet wie andere öffentliche Sektoren in Deutschland, mit Kostgängern teilweise in der dritten Generation, die nichts neues zu bieten haben ausser dem altbekannten Reflexe, alles interessante, neue und frische draussen zu halten, damit der Apparat schön warm bleibt für die, die drinnen sitzen. Prost Neujahr!

Machiavelli

06.01.2011, 00:09 Uhr

Monika Piel mochte ich nie, mag ich nicht und werde sie mit aller Wahrscheinlichkeit nie mögen.
Sie ist mir zu egozentrisch, besserwisserisch, arrogant, einseitig und eben eine elitäre, linke, grüne Salonsozialistin, die nur schwafelt und von der wirklichen Realität keine Ahnung hat (haben will).
Sie ist WDR-like vielleicht nicht wegen ihrer Qualifikation, sondern wegen - so vermute ich- einer Frauenquote ins Amt gekommen.
Piel ist ein typisches WDR-Gestein mit bevormundungscharakter!!!

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