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30.05.2013

08:34 Uhr

Moto X

Motorola will mit neuem Smartphone das Ruder rumreißen

Mit einem neuen Handy will die strauchelnde Google-Tochter Motorola die Wende schaffen. Schon im Herbst könnte das neue Modell mit dem Namen Moto X auf den Markt kommen. Gebaut wird es in einer früheren Nokia-Fabrik.

Motorola-CEO Dennis Woodside will im Herbst mit einem neuen Modell auf den Markt gehen. Reuters

Motorola-CEO Dennis Woodside will im Herbst mit einem neuen Modell auf den Markt gehen.

Rancho Palos VerdesMotorola wird sein neues Spitzen-Smartphone Moto X in den USA und nicht in Asien produzieren. Das Gerät werde in einer früheren Nokia-Fabrik in Texas gebaut, sagte der Chef des inzwischen zu Google gehörenden Handy-Pioniers, Dennis Woodside. Zentrale Bauteile wie Prozessoren oder Displays kämen aber nach wie vor aus Asien, räumte Woodside in der Nacht zum Donnerstag bei einem Auftritt auf der Konferenz D11 des Technologie-Blogs „All Things D“ ein.

Das Smartphone, das im Oktober auf den Markt kommen soll, werde sich vor allem durch eine Masse an Sensoren von Konkurrenzgeräten wie das iPhone 5 oder Samsungs Galaxy S4 unterscheiden, sagte der Motorola-Chef. „Es weiß zum Beispiel, ob es gerade in der Tasche steckt oder herausgeholt wird und verhält sich entsprechend“, erläuterte er. Auch im Auto passe das Moto X seine Funktionen an die Geschwindigkeit an, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Google hatte Motorola Mobility für 12,5 Milliarden Dollar gekauft. Erklärtes Ziel war es, das Patentarsenal hinter dem Google-Betriebssystem Android zu stärken, das oft im Visier von Klagen der Rivalen steht. Die Integration ging mit einem massiven Stellenabbau von 20 000 auf rund 4000 Mitarbeiter einher. Zugleich will der Internet-Konzern Motorola zum Hersteller von Oberklasse-Smartphones aufbauen. Motorola hatte mit dem Erfolg von Apple und Samsung die einst starke Position im Handy-Markt verloren und die Marktanteile liegen jetzt im einstelligen Prozent-Bereich.

Während Elektronik seit Jahren fast ausschließlich in Asien hergestellt wird, bemühen sich US-Unternehmen seit einiger Zeit, zumindest kleine Teile der Produktion wieder im Heimatland anzusiedeln. Auch Apple kündigte jüngst an, ein neues Modell seiner Mac-Computer werde ebenfalls in Texas gebaut werden - in einem Werk seines taiwanischen Auftragsfertigers Foxconn.

Von

rtr

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