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13.08.2011

11:27 Uhr

Murdoch-Skandal

Kein Beweis für Lauschangriff auf Terroropfer

Bisher haben Ermittler laut Medienberichten noch keine Beweise gefunden, dass Opfer der 9/11-Terroranschläge von Mitarbeitern der britischen Boulevardzeitung „News of the World“ abgehört worden sind.

Medienmogul Rupert Murdoch: Mitte Juli hatte er sich zur Schließung der „News of the World“ gezwungen gesehen. Quelle: dapd

Medienmogul Rupert Murdoch: Mitte Juli hatte er sich zur Schließung der „News of the World“ gezwungen gesehen.

New YorkErmittler haben einem US-Medienbericht zufolge bisher keine Beweise gefunden, dass die britische Boulevardzeitung „News of the World“ Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 abgehört hat. Die infolge des Abhörskandals inzwischen eingestellte Zeitung des Medienmoguls Rupert Murdoch habe offenbar keine US-Terroropfer abgehört, berichtete das „Wall Street Journal“, das ebenfalls zum Murdoch-Konzern gehört, am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Die britische Boulevardzeitung „Daily Mirror“ hatte im Juli als erste unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, die „News of the World“ habe auch Opfer der Anschläge vom 11. September abgehört. Die US-Bundespolizei nahm daraufhin Ermittlungen auf. Murdoch hatte sich Mitte Juli zur Schließung der „News of the World“ gezwungen gesehen, nachdem herausgekommen war, dass Journalisten Handy-Mailboxen der Angehörigen von getöteten Soldaten sowie eines entführten Mädchens geknackt hatten.

Angesichts der Empörung der Öffentlichkeit und des steigenden Drucks der britischen Regierung zog Murdoch auch sein Übernahmeangebot für den britischen Bezahlsender BSkyB zurück. Im Zuge der Ermittlungen wurden mehrere Mitarbeiter von Murdochs britischer Zeitungsgruppe News International festgenommen. Wegen ihrer übergroßen Nähe zu dem Konzern geriet aber auch die britische Politik und die Polizei in die Kritik.

 

Von

afp

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