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14.07.2011

16:52 Uhr

Musik-Streaming-Dienst

Spotify streamt jetzt in den USA

Nach mehr als einjährigen Verhandlungen startet der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify in den USA an den Start - und nimmt damit den Kampf mit den Konkurrenten Google, Apple und Amazon auf.

Der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify in den USA an den Start. Quelle: Screenshot

Der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify in den USA an den Start.

StockholmDas Warten hat ein Ende: Nach mehr als einjährigen zähen Verhandlungen mit den großen Plattenfirmen geht der schwedische Musik-Streaming-Dienst Spotify heute in den USA an den Start. Das Unternehmen bestätigte in Stockholm, dass sich Interessenten auf der offiziellen Homepage des Unternehmens anmelden können. In einer ersten Testphase verschickt Spotify daraufhin Einladungen. Durch diese bereits in anderen Ländern angewendete Methode kann das Stockholmer Unternehmen seine Server langsam an die steigende Nutzerzahl anpassen. Spotify bietet zum Start in den USA drei verschiedene Dienste an: Einen Gratis-Dienst, der allerdings Werbung enthält, das werbefreie Spotify Unlimited-Abo für 4,99 Dollar im Monat und Spotify Premium für 9,99 im Monat, mit der Nutzer auch Musik hören können, wenn sie Offline sind. Außerdem ist es mit dem teuersten Abo möglich, die Musik ins Handy zu streamen.

Eine Einigung mit den großen Musikkonzernen hatte sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet. Denn nach anfänglichem Zögern der Musikkonzerne haben sich Sony BMG, Universal Music, Warner Music und EMI sogar mit insgesamt 18 Prozent an Spotify beteiligt. Die großen Labels hoffen, durch den Musik-Streaming-Dienst ihre Abhängigkeit vom Weltmarktführer, Apples iTunes-Store, verringern zu können. Spotify ist bislang nicht an der Börse notiert. Das Unternehmen hat nach Analystenschätzungen einen Wert von etwa 15 Milliarden Kronen (1,6 Milliarden Euro).

Für Spotify hatte der US-Start von Beginn an höchste Priorität. Ähnlich wie in Deutschland gestalteten sich die Verhandlungen über die Rechte mit den Plattenkonzernen aber als äußerst schwierig. Der Dienst, der bislang nur im Heimatland Schweden sowie Finnland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und Spanien verfügbar ist, wird derzeit nach Unternehmensangaben von rund zehn Millionen Musikliebhabern genutzt, rund 1,6 Millionen von ihnen sind zahlende Kunden, wie Spotify-Gründer Daniel Ek bestätigte. Im Heimatland Schweden wird Spotify nach Umfragen von fast der Hälfte aller Haushalte genutzt. Mit dem US-Start nimmt Spotify auch den Kampf gegen die Konkurrenz von Google Music, iCloud von Apple und Amazons Musik-Streaming-Dienst auf.

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