Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.05.2011

17:31 Uhr

Musiklabel

Milliardär zahlt über drei Milliarden für Warner Music

Im Januar hatte sich die Warner Music Group selbst zum Verkauf gestellt. Jetzt steht der Käufer fest: Der Konzern von Seal und weiteren großen Künstlern geht aneinen amerikanischen Milliardär mit russischen Wurzeln.

Der Sänger der Gruppe Bee Gees, Robin Gibb: Auch diese Gruppe ist bei Warner Music unter Vertrag. Quelle: dapd

Der Sänger der Gruppe Bee Gees, Robin Gibb: Auch diese Gruppe ist bei Warner Music unter Vertrag.

New YorkDer Musikkonzern Warner Music ist an einen amerikanischen Milliardär mit russischen Wurzeln verkauft worden. Der Investor Len Blavatnik setzte sich mit einem Gebot von 8,25 Dollar je Aktie durch, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Kaufpreis liegt bei 3,3 Milliarden Dollar, davon entfallen nach bisherigen Informationen knapp zwei Milliarden auf Schulden. Die Aktie hatte am Donnerstag bei 7,90 Dollar geschlossen.

Warner Music - musikalische Heimat von Künstlern wie Seal, James Blunt, Bruno Mars, aber auch von Veteranen wie Phil Collins und Genesis oder den Bee Gees und Fleetwood Mac - kämpft mit hohen Kosten und der Abwanderung des Musikgeschäfts ins Internet.

Immer wieder spekuliert wurde auch über ein Gebot von Warner Music für den schwächelnden britischen Konkurrenten EMI. Mit den Milliarden Blavatniks könnte ein solches Szenario Realität werden.

Die Zeichen dafür stehen günstig: EMI liegt seit Februar in der Hand des Finanzkonzerns Citigroup, nachdem Finanzinvestor Guy Hands die Milliarden-Schulden aus dem Kauf der Traditionsfirma nicht mehr bedienen konnte. Der Wall-Street-Gigant deutete bereits an, bis Jahresende einen Käufer finden zu wollen.

Zusammen werden EMI und Warner Music bessere Chancen zugesprochen, gegen größere Konkurrenten wie den Marktführer Universal Music und Sony Music zu bestehen. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Anläufe für eine Fusion, die jedoch an Kartellbedenken oder Differenzen über den Preis scheiterten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×