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08.01.2012

14:17 Uhr

Musikplattformen

Mucke aus der Wolke

VonSusanne Schier

Statt Unmengen MP3-Dateien auf den Rechner zu laden, hören immer mehr Nutzer die Musik im Internet. Inzwischen buhlen zahlreiche Anbieter um die Nutzer. Der Markt verspricht, lukrativ zu werden.

Das Interface der britischen Musikplattform Rara. dapd

Das Interface der britischen Musikplattform Rara.

FrankfurtImmer mehr Internet-Musikdienste buhlen hierzulande um die Gunst der Hörer. Nun interessieren sich auch internationale Investoren für die Online-Portale: Die Berliner Plattform Soundcloud hat erst in dieser Woche weitere Geldgeber gefunden. Die Höhe der Kapitalspritze nannte Soundcloud nicht. Laut dem Internetdienst „Techcrunch“ soll es sich aber um eine Summe von 50 Millionen Dollar (knapp 39 Millionen Euro) handeln, das Unternehmen sei mit 200 Millionen Dollar bewertet worden.

Bei den neuen Finanziers handelt es sich um die US-Investmentfirma Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB), die unter anderem auch an dem Rabattgutscheinspezialisten Groupon und dem Online-Spieleanbieter Zynga beteiligt ist, und um GGV Capital. Zu den bisherigen Investoren gehören Union Square Ventures, Index Ventures und Doughty Hanson Technology Ventures.

Mit dem frischen Kapital will das im Jahr 2007 gegründete Unternehmen sein weiteres Wachstum finanzieren. Bereits im vergangenen Jahr habe Soundcloud seine Nutzerzahlen erheblich gesteigert und sein Produktangebot ausgebaut, wird Firmengründer Alexander Ljung in einer Mitteilung zitiert.

Das Geschäftsmodell von Soundcloud funktioniert so: Registrierte Mitglieder können eigene Audio-Produktionen auf die Webseite hochladen. Wie in einem sozialen Netzwerk können sie ihre Aufnahmen mit allen oder nur bestimmten Hörergruppen teilen. Diese können die Werke im Online-Streaming anhören oder – je nach Einstellungen des Urhebers – auch herunterladen sowie in andere Webseiten einbinden. Zudem können die Nutzer Kommentare zu den präsentierten Werken abgeben. Geld will Soundcloud mit kostenpflichtigen Premium-Zugängen verdienen, Geschäftszahlen veröffentlicht das Unternehmen allerdings nicht.

Klar ist aber: Für Musik will Soundcloud die führende Plattform im Internet werden – wie Youtube für Videos oder Flickr für Fotos. Doch der Konkurrenzdruck ist hoch. Immer mehr Online-Musikplattformen bieten Downloads und das sogenannte Streaming, also das direkte Abspielen von Liedern im Internet, an.

Kommentare (1)

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Ratgeber

08.01.2012, 15:58 Uhr

Werte Frau Metzger,

erklären Sie bitte folgende Passage:
"Die Nachfrage nach Online-Streamingdiensten ist zwar RIESIG. Denn VIELE Nutzer wollen nicht mehr ..."

Was verstehen Sie unter RIESIG oder VIELE. Geht es vielleicht etwas genauer? Es bietet sich an, Zahlen zu nennen. Über Soundcloud schreiben Sie doch auch auffällig detailiert.

Wenn Sie keine verifizierbaren Zahlen haben, dann sollten Sie Ihrer Texte anders formulieren. In Ihrem Studium und Ihrer Zeit bei der LBBW sollten Sie doch gelernt haben, daß man sich nur auf Fakten und nicht auf Gelaber verlassen kann.
Nur weil Sie jetzt journalistisch tätig sind, sollte das kein Grund sich jetzt anders zu verhalten.

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