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02.09.2014

07:28 Uhr

Mutmaßlicher Hackerangriff

Apple und FBI untersuchen Herkunft von Nacktfotos

Das Auftauchen von Nacktaufnahmen von Prominenten hat ein Nachspiel: Der US-Medienkonzern Apple und die Bundespolizei FBI haben nun wegen des mutmaßlichen Hackerangriffs Ermittlungen aufgenommen.

Opfer des mutmaßlichen Hackerangriffs: Die Schauspielerinnen Kate Upton, Mary Elizabeth Winstead, Sängerin Christina Aquilera, Schauspielerin Kirsten Dunst und Sängerin Ariana Grande (oben, von links), sowie die Schauspielerinnen Scarlett Johansson und Mila Kunis (unten, von links). dpa

Opfer des mutmaßlichen Hackerangriffs: Die Schauspielerinnen Kate Upton, Mary Elizabeth Winstead, Sängerin Christina Aquilera, Schauspielerin Kirsten Dunst und Sängerin Ariana Grande (oben, von links), sowie die Schauspielerinnen Scarlett Johansson und Mila Kunis (unten, von links).

Los AngelesNach dem Auftauchen Dutzender Nacktfotos von Stars wie Jennifer Lawrence oder Rihanna im Internet haben der US-Medienkonzern Apple und die Bundespolizei FBI Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Hackerangriff aufgenommen. „Wir nehmen die Privatsphäre unserer Nutzer sehr ernst“, sagte Apple-Sprecherin Natalie Kerris am Montag der Website Re/code. Deshalb würden Berichte „aktiv“ überpüft, wonach die Fotos durch einen Angriff auf Apples Online-Speicherdienst iCloud erbeutet wurden. FBI-Sprecherin Laura Eimiller sagte der „Los Angeles Times“, ihre Behörde habe sich ebenfalls in den Fall eingeschaltet.

Nach Angaben mehrerer US-Medien war am Sonntag eine Reihe von Nacktaufnahmen von Prominenten auf der Bild-Sharing-Webseite 4chan aufgetaucht. Andere Medien versahen Berichte über die Affäre mit Links zu den entsprechenden Fotos. Nach der Androhung rechtlicher Konsequenzen wurden die Links zu den Bildern inzwischen wieder gelöscht. Wie die Internetseite Gawker berichtete, gab es indes schon seit vergangener Woche Gerüchte über einen massiven Hackerangriff.

Alles rund um iTunes

Auch die Beatles sind dabei

2003 ging der iTunes Store mit 200.000 Songs an den Start, Apple erweiterte den Katalog aber stetig. Heute stehen rund 37 Millionen Lieder bereit, auch notorische Verweigerer wie die Beatles bieten ihre Musik dort mittlerweile an.

Von den USA aus in alle Welt

Seine Anfänge nahm iTunes in den USA, dem Heimatmarkt von Apple. Doch der iPod-Hersteller expandierte schnell: 2004 ging die Musik-Plattform in Deutschland an den Start, heute ist sie in 120 Ländern verfügbar.

25 Milliarden Songs in zehn Jahren

Die Beliebtheit des iTunes Music Store lässt sich an den Download-Zahlen ablesen. Die erste Milliarde hatte Apple im Februar 2006 zusammen, die zweite im Januar 2007. Im Februar 2013 vermeldete der Konzern, dass die Grenze von 25 Milliarden Songs erreicht sei.

Hollywood trifft Mathevorlesung

Apple hat iTunes inzwischen zu einer großen Videoplattform ausgebaut. Mehr als 65.000 Filme gibt es zum Ausleihen oder Kaufen, zudem mehr als 250.000 TV-Episoden. Zudem bietet Apple über iTunes U Lehrmaterialien an, darunter Videos von zahlreichen Vorlesungen.

Die eigene Musik in der Cloud

Im Cloud-Speicher von iTunes Match können Nutzer für 25 Euro im Jahr ihre eigene Musiksammlung ablegen. So haben sie von anderen Geräten aus Zugriff darauf.

Radio à la Apple

Seit September 2013 bietet Apple aus einen werbefinanzierten Streaming-Dienst namens iTunes Radio an. Dieser ging zunächst in den USA an den Start, der Konzern will ihn aber schrittweise auch in anderen Ländern anbieten.

Die Grundlage für den App Store

Auf der iTunes-Infrastruktur baut auch der App Store von Apple auf, in dem Nutzer Anwendungen für iPhone, iPad und iPod touch herunterladen können. Mehr als eine Million Apps stehen zur Verfügung.

Soziales Netzwerk Ping

Keinen Erfolg hatte Apple mit dem Musik-Netzwerk Ping, in dem sich Nutzer mit Freunden über Musik austauschen und Künstlern wie bei Facebook oder Twitter folgen können sollten. 2012 beendete der Konzern das Projekt nach zwei Jahren.

Unklar war am Montag, ob die Fotos tatsächlich über iCloud entwendet wurden oder mit Hilfe einer inzwischen geschlossenen Lücke in Apple's „Find my Phone“-App, die abhanden gekommene iPhones aufspürt. Andere Experten wiesen darauf hin, dass die Aufnahmen aus verschiedenen Quellen stammen und schon über Jahre gesammelt worden sein könnten. Laut der Nachrichten-Website hatte ihr ein Nutzer schon Anfang August berichtet, ihm seien Nacktfotos zum Kauf angeboten worden. iCloud und anderen Online-Speicherdiensten wie DropBox oder GoogleDrive schadet jedoch schon der geringste Zweifel an ihrer Sicherheit.

Zu den Opfern des Hackerangriffs zählten neben Lawrence und Rihanna die kanadisch-französische Sängerin Avril Lavigne, die Klitschko-Verlobte Hayden Panettiere, die US-Fußballspielerin Hope Solo, das Topmodel Kate Upton sowie ein Dutzend weiterer Stars und Starlets. Einige bestätigten, dass die Bilder authentisch waren, andere dagegen erklärten sie zu Fälschungen.

Von

afp

Kommentare (2)

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Herr Nehal Devanowitch

02.09.2014, 08:33 Uhr

Ich finde wer den Anbietern vertraut ist selbst schuld. Genauso wie cloud. wer seine daten in die cloud schiebt hat eben pech. Ich finde ohne eine uneingeschränkte und vollständige Haftungsübernahme (und nicht genau das Gegenteil) geht hier garnichts. Man vertraut den Konzernen seine firmendaten an und haftbar ist niemand.

Herr Nehal Devanowitch

02.09.2014, 08:38 Uhr

war gestern auf einem ecommerce konkress. man stelle sich vor du fährst mit deinem schönen Mercedes, Audi oder VW bei einem Laden vor. Betrittst ihn und der Händler gibt dir ein schildchen "alle Preise plus 25%" in die Hand. Bei der Kasse dann abgeben sind seine letzten Worte. So geht es ihnen bei manchen Webseiten die man mit einem Iphone besucht. das system erkennt ihr Iphone, setzt voraus das sie überdurchschnittlich verdienen und hebt die Preise an. Naja, den meisten ist ja big data egal, was kann man schon verlieren? Außer Lebensqualität?

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