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29.04.2014

03:02 Uhr

Nach Abschied von Ericsson

Chiphersteller STMicro schmälert seinen Verlust

Der Chiphersteller STMicroelectronics hat sich vom schwedischen Telekomausrüster Ericsson abgespalten. Aus der Verlustzone kommt STMicro dennoch nicht heraus - aber das Minus hat sich deutlich verringert.

Das Geschäft mit Computerchips ist eingebrochen, die Branche orientiert sich um. STMicro hat nun seine Verluste verkleinert. dpa

Das Geschäft mit Computerchips ist eingebrochen, die Branche orientiert sich um. STMicro hat nun seine Verluste verkleinert.

San FranciscoDer europäische Chiphersteller STMicroelectronics hat dank der Abspaltung von ST-Ericsson seinen Verlust im ersten Quartal verringert. Der Intel- und Infineon-Rivale verbuchte ein Minus von 24 Millionen Dollar nach 171 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz sei auf 1,825 Milliarden Dollar von 2,009 Milliarden Dollar gesunken, teilte das französisch-italienische Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mit. Für das zweite Quartal rechnet STMicro mit einem Umsatzanstieg von zwei Prozent gegenüber dem Auftaktquartal.

Die größten Chiphersteller

Ein Milliardenmarkt

Chips stecken in immer mehr Geräten – vom Auto bis zur Smartwatch. Deswegen wächst die Nachfrage. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner erreichte der weltweite Umsatz mit Halbleitern 2013 rund 315 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dominator Intel

Intel ist und bleibt die Nummer 1. Der US-Konzern hielt 2013 nach Angaben von Gartner 15,4 Prozent Marktanteil. Der Umsatz sank allerdings um 1 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen des schrumpfenden PC-Marktes.

Samsung macht auch in Chips

Samsung ist für seine Smartphones und Fernseher bekannt, doch der südkoreanische Konzern ist auch der zweitgrößte Chiphersteller mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent. In den letzten Jahren wuchs Samsung rasant, nicht zuletzt dank des steigenden Bedarfs an Speicherbausteinen (DRAM und NAND). Der Umsatz: 30,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 7 Prozent.

Qualcomm wächst dank Smartphones

Der US-Hersteller Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom, mit seinen Prozessoren für die mobilen Geräte sowie mit Komponenten für den Datenturbo LTE steigerte er seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent. Umsatz: 17,2 Milliarden Dollar.

Sonstige Anbieter

Mehrere andere Unternehmen machen mit Halbleitern zweistellige Milliardenumsätze: SK Hynix aus Südkorea, Toshiba aus Japan sowie Micron und Texas Instruments aus den USA.

STMicroelectronics und der schwedische Telekomausrüster Ericsson hatten vor kurzem ihr defizitäres Gemeinschaftsunternehmen entflochten. Künftig will sich das Unternehmen auf Halbleiter für die Autoindustrie sowie für Spielkonsolen und Premium-Smartphones konzentrieren.

Von

rtr

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